EU:

Rechtliche Hürden behindern breiten Einsatz von Feldrobotern

Dänische Wissenschaftler: Sicherheitsvorschriften nicht mehr zeitgemäß

EU: Rechtliche Hürden behindern breiten Einsatz von Feldrobotern

Zu viele Sicherheitsvorschriften hemmen laut der dänischen Studie den Einsatz von Agrarrobotern.

Roboter könnten eine Lösung für den zunehmenden Arbeitskräftemangel und viele weitere Herausforderungen der Landwirtschaft sein, stünde dem nicht eine veraltete Gesetzgebung in der Europäischen Union entgegen.

So lautet die Einschätzung von Forschern der Universität Kopenhagen, die das Potenzial automatisierter Maschinen im Agrarsektor und deren praktische Umsetzbarkeit untersuchten.

Eine nachhaltigere Agrarproduktion ist das Ziel

Nach der Analyse der Wissenschaftler steht die Entwicklung robotisierter und automatisierter Arbeitsmaschinen in der Landwirtschaft noch ganz am Anfang, zeigt aber schon jetzt erhebliches Potenzial für eine nachhaltigere Agrarproduktion, die beispielsweise mit weniger chemischen Pflanzenschutzmitteln auskommt und durch kleinere Geräte kaum noch Bodenverdichtungen verursacht. Gehemmt werde der Einsatz allerdings momentan durch Sicherheitsvorschriften, die für solche Maschinen nicht mehr zielführend seien.

Nach Angaben von Prof. Søren Marcus Pedersen vom Institut für Lebensmittel- und Ressourcenökonomie der Universität Kopenhagen gilt dies beispielsweise für die Vorschrift, dass derartige Geräte zu jeder Zeit von einer Aufsichtsperson überwacht werden müssten.

Die Wissenschaftler weisen jedoch darauf hin, dass Feldroboter weitaus kleiner und langsamer seien als herkömmliche Traktoren und Anhängegeräte. Damit sinke auch die Gefahr von Unfällen erheblich. Hinzu kämen zahlreiche Sensoren und Sicherheitstechniken, die ebenfalls das Risiko von Kollisionen oder Fehlern verringerten. Laut Pedersen ist es deshalb nicht nur vertretbar, sondern geboten, die rechtlichen Anforderungen hinsichtlich der Überwachung von Robotern in der Landwirtschaft zu senken.

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