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Magazin Landwirtschaft

EU-Ernteprojektion 2021/22 :

Deutlich größeres Getreide- und Ölsaatenaufkommen erwartet

Winterrapsernte wächst um 3,4 Prozent auf 16,68 Millionen Tonnen

In der Europäischen Union zeichnet sich für 2021/22 ein deutlich höheres Aufkommen an Ölsaaten und Getreide ab als im vergangenen Wirtschaftsjahr. Davon geht zumindest die EU-Kommission in ihrem aktuellen „Short-Term Outlook“ aus. Laut dieser Projektion ist 2021/22 in der Gemeinschaft mit einer Ölsaatenproduktion von insgesamt 30,44 Millionen Tonnen zu rechnen; das wären 2,90 Millionen Tonnen oder 10,5 Prozent mehr als im Vorjahr und die größte Menge seit 2018. In der Folge dürfte sich nach Expertenmeinung der Markt in der kommenden Saison angesichts des wohl steigenden Angebots entspannen.

Im Einzelnen prognostizieren die Brüsseler Fachleute eine Winterrapsernte von 16,68 Millionen Tonnen, was im Vergleich zu 2020/21 einem Zuwachs um 540.000 Tonnen oder 3,4 Prozent entsprechen würde. Das größte Produktionsplus von 2,09 Millionen Tonnen auf 10,82 Millionen Tonnen wird allerdings für Sonnenblumensaat vorausgesagt. Begründet wird dies vor allem mit Ertragszuwächsen; die Anbaufläche dürfte hingegen lediglich um 1,8 Prozent auf 4,55 Millionen Hektar ausgeweitet werden. Für Sojabohnen erwartet die Kommission eine Ernte von 2,87 Millionen Tonnen, nach 2,60 Millionen Tonnen im Vorjahr. Außerdem dürfte das Aufkommen an Feldbohnen um 120.000 Tonnen auf 2,20 Millionen Tonnen steigen. Ferner wird mit 227.000 Tonnen Lupinen und 76.000 Tonnen Leinsaat gerechnet.

Erntemenge bei Getreide von 295,11 Millionen Tonnen möglich

Bei Getreide hält die EU-Kommission mit Blick auf das kommende Wirtschaftsjahr unter der Voraussetzung durchschnittlicher Witterungsbedingungen im Frühjahr und Sommer eine Erntemenge von insgesamt 295,11 Millionen Tonnen für möglich; gegenüber 2020/21 wäre das eine Steigerung um 14,74 Millionen Tonnen oder 5,3 Prozent. Auch hier führen die Fachleute zur Begründung im Wesentlichen die Erwartung auf höhere Erträge an.

Im Einzelnen wird für die Weichweizen-produktion mit einem Plus von 9,67 Millionen Tonnen oder 8,2 Prozent auf 127,71 Millionen Tonnen gerechnet, während die Maiserzeugung um 6,35 Millionen Tonnen oder 9,7 Prozent auf 71,51 Millionen Tonnen zulegen soll. Bei Gerste stellt die Kommission eine Produktionsausweitung um 1,59 Millionen Tonnen auf 56,78 Millionen Tonnen in Aussicht.

Die Durumernte 2021/22 dürfte nach der aktuellen Projektion mit 7,68 Millionen Tonnen die Vorjahresernte um 442.000 Tonnen übertreffen.

Dagegen wird für Roggen ein Minus von fast 1 Million Tonnen oder 10,7 Prozent auf 8,11 Millionen Tonnen prognostiziert und für Hafer ein Rückgang um 740.000 Tonnen oder 8,9 Prozent auf 7,56 Millionen Tonnen. Das Aufkommen an Triticale sehen die Experten bei 10,70 Millionen Tonnen; das wäre ein Rückgang um 630.000 Tonnen oder 5,5 Prozent. 

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