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Energie :

Stromkosten im Lager und in der Werkstatt senken

Die Firma Marx in Hamburg rüstete ihr Gebäude auf Strom sparende LED-Leuchten um: Die Investition wird sich innerhalb von vier Jahren amortisieren und spart danach bares Geld.

Energie: Stromkosten im Lager und in der Werkstatt senken

Sie informierten über das Energiesparprojekt der Firma Marx: Robert Marx, Frank Eichert und Melanie Lehner Hilmer, Thomas Reimer, Uwe Rädisch vom VDBUM und Ole Wolfframm, RKW.

Sie investieren in neue Beleuchtungstechnik, erhalten eine deutlich bessere Lichtqualität am Arbeitsplatz und amortisieren die Investition innerhalb weniger Jahre allein durch die eingesparten Energiekosten.“ Wer als Unternehmer dieses Angebot hört, denkt vielleicht im ersten Augenblick: „Das klingt nicht seriös.“ Dass sich aber ein genaues Hinhören lohnt, zeigte eine gemeinsame Veranstaltung des Verbands der Baubranche, Umwelt und Maschinentechnik e.V. (VDBUM), dem Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft e.V. (RKW), der Logistikinitiative Hamburg, dem Lichttechnikspezialisten Lehner Dabitros GmbH, Wiemersdorf, und dem Gastgeber, der Firma Friedrich Marx mit ihrem Standort in Hamburg Allermöhe.

Die Firma Marx existiert seit 1903 und beschäftigt heute 70 Mitarbeiter und vier Auszubildende. Marx vertreibt Systeme für die Fahrzeugtechnik, Zutrittskontrolle, Marine-Motoren und Zubehör. In der Landtechnikbranche ist Marx als Importeur der japanischen Yanmar Motoren bekannt. Der Umsatz der vier Bereiche umfasst 16 Mio. Euro.

Bei der Firma Marx sind jetzt LED-Leuchten im Einsatz.

Bei der Firma Marx sind jetzt LED-Leuchten im Einsatz.

Am Beispiel des Gebäudes der Firma Marx mit Regallager, Werkstatt sowie Schulungs- und Büroräumen rechnete der Lichtexperte vom Leuchtmittelhersteller Lehner Dabitros, Frank Eichert, die Einsparung vor: Das Gebäude ist mit 155 Lichtpunkten, davon 135 innen und 20 außen, ausgestattet. Der Verbrauch bei konventioneller Lichttechnik betrug 27,33 kW, mit neuen energiesparenden LED-Leuchtmitteln jetzt nur 7,9 kW. Betrachtet man den Jahresverbrauch sind es vor der Lichtrenovierung 68.700 kWh, mit LED-Technik 22.300 kWh. Das ist eine Ersparnis von 70 Prozent.

Die Einsparungen genau kalkulieren

In der gut 8 m hohen Lagerhalle sind jetzt LED Flutlichtstrahler direkt unter der Decke platziert. Ihr Vorteil: Sie brauchen keine Aufwärmphase und flackern nicht. „Gerade bei Gasentladungsleuchtmitteln erleben wir es in der Praxis immer wieder, dass sie auch in Arbeitspausen nicht ausgeschaltet werden, da sie beim Wiedereinschalten eine störende Verzögerung haben, bis sie wieder ihre volle Helligkeit erreichen“, berichtet Eichert.

Marx Verkaufsleiter Industriemotoren Thomas Reimer, Mitorganisator dieser Veranstaltung für Kunden und befreundete Unternehmen im VDBUM, stellt einen weiteren Vorteil heraus. „Das gerichtete LED-Licht ist für die Arbeit gerade mit überwiegend dunklen Produkten sehr angenehm. Man sieht einfach besser!“ LED-Leuchtmittel gibt es auch als Leuchtröhren, die in bestehende modifizierte Halterungen eingebaut werden können.

Gut 40.000 Euro hat die Firma Marx in die lichttechnische Umrüstung ihres Gebäudes investiert. Das ist auf den ersten Blick eine Menge Geld. Durch die Energieersparnis macht sich dieses Geld bereits innerhalb von vier Jahren bezahlt. Danach profitiert Marx dann voll von der reduzierten Stromrechnung. Hinzu kommen, laut Reimer, als weiterer Vorteil die längere Lebensdauer der LED-Leuchtmittel. „Gerade bei hohen Decken ist das Auswechseln der Leuchten immer mit Teleskop- oder Hubbühneneinsatz verbunden.“

Für Leser, die neugierig geworden sind, kommt noch ein weiterer Bonbon hinzu: Die Energiewende in Ihrem Betrieb kann bei Investitionen ab 2000 Euro mit bis zu 30 Prozent verlorenem Zuschuss vom Staat gesponsert werden. Sie muss mindestens 25 Prozent Energieersparnis bieten. Aber Vorsicht: „Wie bei allen Fördergeldern darf die Umrüstung noch nicht vor der Bewilligung gestartet sein“, erläutete Ole Wolfframm, vom RKW Nord, der ebenfalls zu Gast bei Marx war.

Wie nutze ich als Unternehmen welche Förderung zur Energieeinsparung am besten? Wo kann ich bei der Erzeugung von Wärme, Kälte, Druckluft und im Lastmanagement Geld sparen und dafür sogar Zuschüsse vom Staat oder von der KfW bekommen?

Zu einem ersten kostenlosen „Impulsgespräch“ können Sie einen RKW Berater in Ihr Unternehmen einladen. Er lotet mit Ihnen verschiedene Maßnahmen der Energieeinsparung aus. Gemeinsam entscheidet man dann, ob sich der Einsatz eines dann kostenpflichtigen aber förderungsfähigen hauptberuflichen Energieberates zur Planung weiterer Maßnahmen lohnt oder z.B. ein ausführliches Gespräch mit dem Elektroinstallateur oder Heizungsfachmann ausreicht. Den für Ihr Unternehmen zuständigen RKW-Berater für das erste Impulsgespräch erfährt man unter www.rkw-kompetenzzentrum.de. Ansprechpartner ist Dr. Kai Morgenstern unter der Telefonnummer 0 61 96/495-33 20, morgenstern@rkw.de

Alternativ zum RKW–Angebot können sich Unternehmer auch an entsprechend qualifizierte Leuchtmittelhersteller wenden. Die Firma Lehner Dabitros hat bereits große Industriebetriebe und Landtechnikwerkstätten auf LED Technik umgerüstet, berichtet Frank Eichert.

Kontaktdaten: Firma Lehner Dabitros GmbH, Ansprechpartner: Frank Eichert f.eichert@lehnerdabitros.de Telefon (0 41 92) 50 07-45

Firma Friedrich Marx GmbH & Co. KG, Ansprechpartner: Thomas Reimer, T.Reimer@marx-technik.de, Telefon (0 40) 2 37 79-1 61


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