
© Europa-Park
Sebastian Elender ist Betriebsleiter des Garten-Landschaftsbaus und der Entsorgungsbetriebe im Europa-Park in Rust.
Seit 2019 pflegen Rasenmähroboter Teile der Rasenflächen im Europa-Park Rust.
Nachdem der Europa-Park um weitere Themenbereiche wächst, nimmt die gesamte Rasenfläche und auch der Anteil der komplexeren Rasenflächen stetig zu. Da im Gästebereich vor der Öffnung des Parks gemäht werden muss, ist das Zeitfenster hierfür gering, und die qualifizierten Gärtner sollten vorzugsweise die anspruchsvollere Pflege, zum Beispiel das Schneiden von Bäumen, Sträuchern und Hecken über- nehmen.
Die aufgeführten Gründe führten letztlich dazu, sich mit dem Thema Mähroboter zu beschäftigen.
Mit dem Unternehmen Landtechnik Grafmüller wurde ein regionaler, zuverlässiger und flexibler Partner gefunden, der von der Planung über die Installation bis hin zum Service alles übernimmt.
Sebastian Elender und sein Team sehen die Roboter als eine deutliche Entlastung an.
Die derzeit 17 Rasenmähroboter mähen ungefähr 30 Prozent der gesamten Rasenfläche des Europa -Parks. Zu der Rasenmähroboterflotte gehören drei Allrad Roboter, ein GPS-geführter Großflächenmähroboter 550 EPOS sowie weitere verschiedene Robotermodelle, die individuell je nach Anforderung der zu mähenden Fläche ausgewählt wurden.
Alle Mähroboter werden über GPS überwacht und somit hat Teamleiterin Melanie Hipp eine gute Übersicht über jeden einzelnen Roboter. Diese Ferndiagnosemöglichkeit kann per Smartphone oder den Computer erfolgen und gibt auch dem Unternehmen Grafmüller die Möglichkeit, die Roboter mit zu überwachen.
Mähen, bevor die Gäste kommen
Das automatische Bewässerungssystem, das mit einem Regensensor ausgestattet ist, beginnt je nach Witterung ab etwa 00:00 Uhr mit der Bewässerung der Rasenflächen.
Damit das Wasser genügend Zeit hat, um in den Boden einziehen zu können und um die nachtaktiven Insekten und Tiere, wie zum Beispiel Igel, nicht zu stören, fahren die Mähroboter erst ab 04:00 Uhr los.
Für noch mehr Sicherheit sind die Mähroboter unter anderem mit Stoßsensoren ausgestattet, welche bei Berührung für das sofortige Stoppen und Wenden des Roboters sorgen. Die integrierten Ultraschallsensoren können Hindernisse erkennen und bringen den Roboter zum Stehen.
Wie Sebastian Elender ausführt, ist es ein ständiger Prozess, es zu prüfen, welche Fläche von einem Roboter wann gemäht werden kann.
So mäht ein Roboter zum Beispiel die Rasenfläche unter der Achterbahn Voltron tagsüber. Aus Sicherheitsgründen könnte ein Mitarbeiter während des laufenden Betriebs diese Fläche nicht mähen.
Manche Flächen und Situationen erfordern das Mähen durch den Gärtner. Als Beispiel führte Elender die große Liegewiese in der Wasserwelt Rulantica an. Durch die im 20-Zentimeter-Abstand stehenden Liegestühle ist das Mähen mit dem Roboter nicht möglich. In diesem Fall räumen Mitarbeitende morgens um 6:00 Uhr die Liegestühle weg und die Fläche wird mit einem Aufsitzmäher in etwa eineinhalb Stunden gemäht.
Wenn es um die Auswahl des Robotertyps – ob mit Begrenzungskabel oder GPS-Führung – geht, vertraut Elender auf die Erfahrung und die Planung der Experten des Unternehmens Grafmüller.
Über die Winterpause, wenn der Europa-Park geschlossen hat, macht das Team die Rasenflächen für die bevorstehende Saison fit. Hierzu gehören auch die Servicearbeiten an den Robotern und das Durchmessen der verlegten Begrenzungskabel.
Zielsetzung ist es, dass die Roboter zum 1. März mähbereit sind.
Das Resümee von Sebastian Elender: Der Einsatz von Mährobotern im Europa-Park ist sinnvoll. Der Roboter kann Mitarbeiter nicht ersetzen, sie aber bei ihrer täglichen Arbeit entlasten.















