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Magazin Italien

EIMA Digital Preview :

Messefeeling live am Schreibtisch erleben

EIMA Digital Preview vom 11. bis 15. November – Virtuelle EIMA-Vorschau ohne Anreise und Infektionsgefahr – Aussteller präsentieren vorab ihre Neuigkeiten auf digitalem Event – Traditionelle EIMA soll vom 3. bis 7. Februar in Bologna über die Bühne gehen – Umfassendes Hygienekonzept wird bereits erstellt

EIMA Digital Preview: Messefeeling live am Schreibtisch erleben

Leistungsstarke Maschinen zum Anfassen, Innovationen, internationales Flair und Begegnungen, Menschen dicht an dicht. So, wie wir es kennen, können die großen Messen zurzeit nicht stattfinden. Denn die Corona-Pandemie hat die Rahmenbedingungen maßgeblich verändert. Neue Lösungen müssen her:

Die italienische Weltmesse EIMA International reagiert mit einer innovativen Formel und will mit der EIMA Digital Preview (EDP) vom 11. bis 15. November zunächst ein rein virtuelles Messefeuerwerk zünden. Anstatt auf dem Messegelände von Bologna wird die virtuelle Messe auf einer Online-Plattform veranstaltet und ist an den fünf Tagen jeweils 24 Stunden online. Damit betreten die Organisatoren, aber sicher auch die meisten Aussteller Neuland.

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Kontakte pflegen und knüpfen

Dennoch scheint das neue digitale Format in der Branche auf Interesse zu stoßen. Laut FederUnacoma, Dachverband der italienischen Landmaschinenhersteller und langjähriger Organisator der EIMA-Ausstellung in Bologna, steht den rund 1.600 Unternehmen, die im Februar auf der physischen EIMA ausstellen wollen, die Teilnahme an der EPD offen. Nach jüngsten Informationen haben mehr als 800 Aussteller eigene virtuelle Messestände eingerichtet, um dort ihre Neuigkeiten zu präsentieren und neue Kontakte zu knüpfen. Auch Giorgia Masi von Cangini Benne betrachtet die Eima Digital Preview als „innovative Gelegenheit, Inhalte und Neuigkeiten über unser Unternehmen auszutauschen. Sie ist eine Alternative zu den für uns sehr wichtigen Präsenzmessen.“ Die Marketingleiterin des Anbaugeräteherstellers mit Sitz im norditalienischen Sarsina rechnet durchaus mit Interesse am eigenen virtuellen Messestand und sieht das digitale Event „als großartige Möglichkeit, um sich den Kunden auch in dieser schwierigen Zeit näher zu fühlen.“ Nach Ansicht von Alberto Capello ist die Verlagerung einer physischen Landtechnikmesse in die digitale Welt zwar eine schwierige Herausforderung. Doch – so sagt er – „das Internet entwickelt sich immer mehr zu einem Kommunikationskanal, der Hersteller und Kunden zusammenbringt; und der Markttrend in unserem Sektor geht ebenfalls in diese Richtung.” Capello ist Mitinhaber des gleichnamigen italienischen Herstellers von Vorsätzen für die Mais- und Getreideernte mit Hauptsitz in Cuneo, der seit letztem Jahr auch eine Tochtergesellschaft in Deutschland mit Sitz im nordrhein-westfälischen Warstein hat.

Seit langem investiere Capello bereits in die Digitalisierung, sowohl im Bereich Marketing als auch im Kundenservice. Das Unternehmen werde daher mit großer Sorgfalt und Professionalität den Auftritt auf der EIMA Digital Preview vorbereiten und ihn auf verschiedenen Kanälen bewerben.

Intuitive Navigation

Der Zugang zum virtuellen Messeevent ist für Interessenten einfach und intuitiv, so der Veranstalter. Demnach findet der Besucher eine einladende virtuelle Messearchitektur vor. Orientierung soll ein digital animiertes Universum mit 15 Planeten bieten, die jeweils eine EIMA-Produktkategorie repräsentieren. Der Besucher kann sich also bequem vom heimischen Schreibtisch aus an zahlreichen virtuellen Messeständen informieren, die laut FederUnacoma unterschiedlich layoutet und teilweise sogar mehrstöckig angelegt sind. Herzstück ist nach Veranstalterangaben eine virtuelle Konferenzbühne, auf der an den fünf Tagen zahlreiche digitale Themenveranstaltungen, Seminare und Live-Konferenzen stattfinden sollen, die überall auf der Welt verfolgt werden können.

Auch Argo Tractors, der familiengeführte Mutterkonzern der Traktorenmarken Landini, McCormick und Valpadana mit Sitz im italienischen Fabbrico wird mit virtuellen „Showräumen“ auf der EDP vertreten sein. Laut Marketingleiter Antonio Salvaterra wurden die dreidimensionalen Räumlichkeiten visuell ansprechend mit Liebe zum Detail gestaltet. Der Besucher kann hier mühelos diverse Informationen abrufen – in Form von Produktdatenblättern, Unternehmensinfos, Demonstrationen und Werbevideos.

Brücke zur realen Messe

Ein weiteres wichtiges Feature ist für Salvaterra ein Konferenzraum für B2B-Meetings, wo die Besucher mit dem Argo-Team in direkten Dialog treten können.

Nach eigenen Angaben wollen die Organisatoren mit der digitalen EDP-Vorschau eine Brücke zur EIMA International schlagen, die nur wenige Wochen später vom 3. bis 7. Februar 2021 auf dem Messegelände in Bologna als Präsenzmesse über die Bühne gehen soll – dann natürlich mit höchsten Sicherheitsvorkehrungen und umfassendem Hygienekonzept.

Schon jetzt ist klar, dass nicht alle großen Hersteller dabei sein werden. Unter anderen wird BKT in Bologna fehlen. „Der Gesundheitsnotstand lässt keine Anzeichen einer Entspannung erkennen“, verkündete erst kürzlich der Reifenhersteller, der durch die Messeabsage die Gesundheit der Mitarbeiter, Kooperationspartner und Kunden schützen will. Auch John Deere hatte bereits verlautbart, auf die Teilnahme an internationalen Messen in Europa und den GUS-Staaten bis Oktober 2021 zu verzichten.

Dagegen hofft Giorgia Masi von Cangini Benne, dass die EIMA im Februar stattfinden kann. Natürlich werde man dann als Aussteller alle gebotenen Vorsichts- und Sicherheitsmaßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus ergreifen.

Auch Argo Tractors will bei der EIMA im Februar dabei sein. Antonio Salvaterra: „Die EIMA ist eine große internationale Ausstellung für Landwirtschafts- und Gartenbaumaschinen mit starker Identität. Ihr Schwerpunkt liegt auf Spezialtraktoren und -geräten. Zudem bringt sie alle Markführer aus dem Bereich der Komponenten zusammen.“

Für Alberto Capello ist die EIMA-Ausstellung in Bologna ein unverzichtbares Ereignis von zentraler Bedeutung für die europäische Landtechnikbranche. Er empfiehlt aber in diesem Zusammenhang, über die enge Taktung der drei großen Landtechnikausstellungen nachzudenken. „Agritechnica, EIMA und SIMA folgen zu schnell aufeinander“, findet Capello und spricht sich dafür aus, lediglich eine große Ausstellung pro Jahr in einem immer stärker vernetzten Europa durchzuführen. Dann wäre aus seiner Sicht auch ein größerer Anreiz für die teilnehmenden Unternehmen gegeben, die aktuell in kurzer Zeit beträchtliche Ausgaben tätigen müssten.

Übrigens, für Besucher beginnt die Teilnahme an der virtuellen EIMA Preview, die vom 11. bis 15. November stattfindet, mit der kostenlosen Anmeldung unter folgendem Link: www.eima.it/en/visitatori/user-form.php


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