Magazin Wirtschaft

eilbote :

Markttelegramm September 2018

Wie entwickeln sich die Märkte aus Sicht Ihrer Landwirte?

eilbote: Markttelegramm September 2018

➙ Weizen – stabil:

Trotz der schlechten Ernte sind die hiesigen Märkte recht gut mit Ware versorgt. Die Kurse geben leicht nach, was auch durch steigende Exporte aus Russland bedingt ist. Zum Oktober könnte sich dies wieder ändern.

➘ Raps – fallend:

Rekordernten bei Soja in vielen Regionen rund um den Erdball drücken die Kurse auch bei Raps. Dürregeplagte Landwirte in Deutschland müssen derzeit oftmals mit geringen Ernteerträgen und niedrigen Preisen kalkulieren. Am Kassamarkt wenig Umsätze.

➚ Milch – steigend:

Das Aufkommen an Rohmilch ist in den vergangenen Wochen dürrebedingt gesunken. Dies hat zu einer verringerten Verfügbarkeit bei Butter, Käse und Magermilchpulver geführt. An den Spotmärkten zogen die Kurse zuletzt an. Mindestens stabil, eher steigend.

➚ Schlachtrinder – steigend:

Zu Beginn des Monats fehlt an den Märkten vor allem weibliches Schlachtvieh. Vom üblichen Einknicken der Kurse zum Ende der Weidesaison ist allenfalls im Süden etwas zu hören. Bullen sind wieder gefragt.

➙ Schlachtschweine – stabil:

In drei großen Schritten konnten sich die Schweinepreise aus dem Tal der Tränen befreien. Auf dem erreichten Niveau machen die Märkte einen stabilen Eindruck. Vom Ausland kommen stabilisierende Tendenzen.

➚ Ferkel – steigend:

Die Ferkelpreise konnten von der Belebung der Preise für Schlachtschweine bislang nur wenig profitieren. Mäster scheinen mit der Aufstallung neuer Mastdurchgänge noch zu zögern. Dies sollte sich in den kommenden Wochen aber ändern.

➚ Düngemittel – steigend:

Der Handel mit Düngemitteln findet als Folge der Dürre – Niedrigwasser auf einigen Flüssen - auf einem niedrigen Niveau statt. Trotz des derzeit noch geringen Volumens könnte ein Teilkauf zum gegenwärtigen Zeitpunkt lohnend sein. Preise können weiter steigen.

➚ Rohöl/Diesel – steigend:

Zu Beginn des Monats sind die US-Lagerbestände niedriger als erwartet. Dies hat den Preisen Auftrieb gegeben. Aus Sorge um die weitere Entwicklung der Beziehungen zwischen den USA und dem Iran könnten die Kurse weiter steigen.


Diesen Artikel bewerten

Diskutieren Sie mit

blog comments powered by Disqus