Magazin Wirtschaft

eilbote :

Markttelegramm Oktober 2018

Wie entwickeln sich die Märkte aus Sicht Ihrer Landwirte?

eilbote: Markttelegramm Oktober 2018

➙ Weizen – stabil:

Die Nachfrage nach Weizen ist weltweit hoch, parallel dazu wird die Prognose über die EU-Ernte erneut nach unten korrigiert. Noch liefern Russland und Ukraine, aber wohl nur begrenzt. Danach sollten die Kurse neuen Schwung bekommen.

➙ Raps – stabil:

US-Farmer fahren derzeit eine Rekord-Sojaernte ein. Zudem drückt der Handelsstreit der USA mit China auf die Kurse. Händler sehen in dieser Konstellation gute Kurse für Terminkäufe. Wer Raps verkaufen will, der sollte den weiteren Verlauf durch das Kurstal abwarten.

➚ Milch – steigend:

Die Stimmung an den Milchmärkten ist zu Monatsbeginn positiver als in den Vorwochen. Bei den Eckverwertungen wie Butter und Milchpulver zeigt sich derzeit zwar eine knapp behauptete Entwicklung. Mehrheitlich rechnet man mit einer positiven Grundstimmung bis in die Adventszeit hinein.

➙ Schlachtrinder – stabil:

Die Märkte für Schlachtbullen halten sich dieser Tage zumeist auf einem stabilen Niveau. Bei ansteigender Nachfrage dürfte sich dies auch in den kommenden Wochen fortsetzen. Kühe leicht schwächer.

➘ Schlachtschweine – fallend:

Die Kurse für Schlachtschweine sind im September gefallen. Die Afrikanische Schweinepest sorgt ebenso für Unsicherheit wie der politische Umgang mit der Ferkelkastration. Zu Beginn des Monats könnten die Kurse noch weiter fallen und dann einen Boden finden.

➘ Ferkel – fallend:

Im Schlepptau der Preise für Schlachtschweine fallen auch die Kurse für Ferkel. Zu Monatsbeginn geben die Kurse nochmals im Bereich von drei Euro nach. Ein Ende der Talfahrt wird erhofft, echte Argumente gibt es hierfür aber noch nicht.

➙ Düngemittel – stabil:

Die meisten Kunstdünger werden zu überdurchschnittlich hohen Kursen angeboten. Händler gehen davon aus, dass die Kurse wieder sinken werden. Teilkäufe können auf dem jetzigen Niveau getätigt werden. Es dürften sich im weiteren Jahresverlauf aber besser Kaufkurse ergeben, wird gehofft.

➙ Rohöl/Diesel – stabil:

In den ersten Tagen des Monats zeigen sich die Kurse recht widerstandsfähig. Ob es führenden Ölförderländern gelingt, die Fördermengen zu drosseln, ist fraglich. Die großen Reserven, z.B. in den USA, dürften dafür sorgen, dass die Kurse im Oktober wieder fallen werden.

 

 


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