Magazin Wirtschaft

eilbote :

Markttelegramm November 2018

Wie entwickeln sich die Märkte aus Sicht Ihrer Landwirte?

eilbote: Markttelegramm November 2018

➙ Weizen – stabil:

Das Angebot am Markt ist zu Beginn des Monats gering. Dies dürfte auf das Kursniveau zurückzuführen sein, welches die Landwirte kaum zu Verkäufen animiert. Das könnte sich ändern, wenn Verarbeiter wieder verstärkt einkaufen. Stabil, dann steigend.

➙ Raps – stabil:

So recht kommen die Kurse für Raps nicht von der Stelle. Der europäische Markt ist zu gut mit Biodiesel versorgt, um die hiesigen Ölmühlen zu einem signifikanten Engagement am Markt für Raps zu animieren. Es könnte Sinn machen, mit der Vermarktung von Raps noch zu warten.

➙ Milch – stabil:

Stabil dürften sich die Milchmärkte zumeist durch den November bewegen. Die Milchmenge geht aus saisonalen Gründen noch weiter zurück. Die Nachfrage nach Butter und Käse ist gut, allerdings kommen die Kurse nicht so recht in Schwung.

➚ Schlachtrinder – steigend:

Die Vorbereitungen auf das Weihnachtsgeschäft geben den Preisen für Schlachtbullen positive Impulse. Für weibliches Schlachtvieh wird hingegen weniger bezahlt, solange der Abtrieb letzter Weidetiere anhält.

➚ Schlachtschweine – steigend:

Das Auftreten der Afrikanischen Schweinepest – ASP – in Belgien drückte auf die Märkte. Nunmehr finden die Kurse einen Boden. Die anziehende Nachfrage nach Schweinefleisch dürfte für steigende Kurse sorgen, sofern sich die Dinge rund um die ASP beruhigen.

➚ Ferkel – steigend:

Als Reaktion auf die ASP hielten sich Mäster mit dem Starten neuer Mastdurchgänge zurück. So kam es auf den Ferkelmärkten zu Stauungen. Der Boden wurde zu Monatsbeginn gefunden mit Erholungstendenzen. Unabhängig davon sind steigende Ferkelpreise im Oktober häufig zu beobachten.

➙ Düngemittel – stabil:

Die Nachfrage nach Düngemitteln ist derzeit gering. Angesichts der Trockenheit machte ein Ausbringen nur eingeschränkt Sinn. Die Lager sind gut versorgt. Einem Händler zufolge lassen sich Landwirte mit dem Kauf von Ware auf Termin noch zurück.

➙ Rohöl/Diesel – stabil:

Es ist vor allem die aktuelle weltpolitische Lage, die den Preisen Auftrieb gibt. Neben dem USA-IRAN-Trouble zeigt sich gegenüber Saudi-Arabien Verunsicherung. Sorgen um die weitere weltwirtschaftlichen Entwicklung belasten die Kurse dagegen zumindest kurzfristig.


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