Magazin Wirtschaft

eilbote :

Markttelegramm Mai 2018

Wie entwickeln sich die Märkte aus Sicht Ihrer Landwirte?

eilbote: Markttelegramm Mai 2018

➚ Weizen – steigend:

Derzeit ist Backweizen nur wenig gefragt. Futterweizen ist dagegen gesucht und nur eingeschränkt verfügbar. Die Preise könnten hier noch weiter steigen. Die Bestände sind in weiten Teilen Europas gut durch den Winter gekommen. In Norddeutschland hat der feuchte Winter seine Spuren hinterlassen.

➘ Raps – fallend:

Die nationalen Märkte sind derzeit sehr gut mit Ware versorgt. Der Bedarf der Ölmühlen ist gering, weswegen sich Raps nur schwer vermarkten lässt. Es ist zu erwarten, dass die Kurse im Mai noch weiter sinken werden.

➙ Milch – stabil:

Die angelieferte Milchmenge erreicht im Mai üblicherweise ihren Höhepunkt und drückt damit auf die Kurse. Aktuell sind Käse und Butter aber gut gefragt und eher knapp. Auch Pulver stabilisiert sich auf niedrigem Niveau. Mindestens stabiler Verlauf!

➘ Schlachtrinder – fallend:

Wenig Handel zu Monatsbeginn. Mit nachgebenden Kursen ist zu rechnen, da Rindfleisch im Sommer weniger gefragt ist. Die Preise für Kühe dürften weniger stark fallen, da weibliche Tiere im Sommer oft noch zum Anfleischen auf die Weide getrieben werden.

➚ Schlachtschweine – steigend:

Ein kühles Frühjahr und der Boykott von US-Schweinefleisch durch China üben Druck auf die Schweinepreise aus. Hoffnungen liegen zu Beginn des Monats auf einem zügigen Beginn der Grillsaison. Das sollte den Kursen Auftrieb geben.

➚ Ferkel – steigend:

Die Verzögerungen im Handel mit Schlachtschweinen machen sich auf den Ferkelmärkten bemerkbar. Die Kurse für Ferkel liegen seit Wochen quasi unverändert. Ein Anstieg der Schweinepreise sollte auch die Zahlungsbereitschaft für Ferkel erhöhen.

➘ Düngemittel – fallend:

Bei den meisten Düngemitteln werden für die kommenden Wochen nachgebende Kurse erwartet. Vor allem Stickstoffdünger sollten im Mai noch weiter billiger werden. Daher sollten die Märkte zunächst noch beobachtet werden.

➙ Rohöl/Diesel – stabil:

Jüngste Unruhen im arabischen Raum sorgen für steigende Preise. Zudem bemüht sich Saudi-Arabien um höhere Kurse zur Finanzierung von Großprojekten. Die höheren Preise scheinen also auf tönernen Füßen zu stehen. Händler gehen von fallenden Kursen ab Ende Juni aus.


Diesen Artikel bewerten

Diskutieren Sie mit

blog comments powered by Disqus