Magazin Wirtschaft

eilbote :

Markttelegramm März 2018

Wie entwickeln sich die Märkte aus Sicht Ihrer Landwirte?

eilbote: Markttelegramm März 2018

➙ Weizen – stabil:

Die Kurse auf Eurobasis halten sich stabil. Die leichte Schwächung der europäischen Einheitswährung hilft dem Export zunächst aber wenig, heißt es. Dies könnte sich ändern, wenn die Nachfrage nach besseren Qualitäten steigt. Diese befinden sich nur begrenzt im Angebot.

➙ Raps – stabil:

Raps wird – auch bedingt durch die steigende Nachfrage bei Soja – wieder besser bezahlt. Der Handel im Inland verläuft nunmehr aber lustlos. Ölmühlen haben ihre Nachfrage reduziert, da Biodiesel aus Argentinien auf den Markt drückt.

➙ Milch – stabil:

Nach wie vor liegt die Menge wöchentlich angelieferter Milch über der Menge der jeweiligen Vorjahreszeiträume. Magermilchpulver notiert weiterhin schwach. Zu beobachten ist der Butterpreis. Die Kurse für lose Butter stabilisieren sich und tendieren positiv. Abwarten!

➙ Schlachtrinder – stabil:

Das Angebot an Schlachtvieh ist derzeit knapp. Dies ist für Februar/März ungewöhnlich und sorgt für ein erhöhtes Preisniveau. In den kommenden Wochen dürfte sich hieran wenig ändern. Andererseits deckelt eine zurückhaltende Fleischnachfrage große Preissprünge.

➚ Schlachtschweine – steigend:

Das derzeitige Angebot an Schweinen reicht nicht aus, um die bestehende Nachfrage zu bedienen. Für die kommenden Wochen ist von keiner Änderung der Lage auszugehen. Preise könnten weiter steigen, wenn es dem Fleischhandel gelingt, höhere Kurse beim LEH durchzusetzen.

➚ Ferkel – steigend:

Im Zuge der Erholung auf den Schweinemärkten steigt auch die Nachfrage nach Ferkeln. Die Kurse ziehen seit Ende Februar wieder an, diese Reise in höhere Preisregionen sollte noch nicht zu Ende sein.

➙ Düngemittel – stabil:

Unterschiedliche Entwicklungen an den Märkten. KAS ist jetzt günstiger zu bekommen. ASS und AHL zeigen sich zuletzt im Kurs stabil. Stickstoffdünger könnten ab April billiger werden. Abwarten.

➘ Rohöl/Diesel – fallend:

Die jüngste Wertentwicklung des Euro in US-Dollar macht Öl und Diesel in Deutschland günstiger. Unterstützt wird dies durch eine gestiegene Produktion und wachsende Vorräte in den USA. Der Einzug des Winters könnte aber je nach Stärke zu Logistikproblemen führen und die Preise steigen lassen.


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