Magazin Wirtschaft

eilbote :

Markttelegramm Juli 2018

Wie entwickeln sich die Märkte aus Sicht Ihrer Landwirte?

eilbote: Markttelegramm Juli 2018

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➚ Weizen – steigend:

Die Weltgetreideernte 2018 wird kleiner ausfallen als in den Vorjahren. So wurden die Ernteschätzungen für den osteuropäischen Raum und auch für Deutschland zurückgenommen. Erste Ergebnisse der verfrüht begonnenen Gerstenernte sind eher enttäuschend.

➘ Raps – fallend:

Im Gefolge des Handelskriegs der USA mit China verkaufen Händler Soja bei sinkenden Preisen. Dies drückt auf die Rapskurse. Viele Rapsbestände in Deutschland aber lassen eine nur unterdurchschnittliche Ernte erwarten. Hier kann es sinnvoll sein, auf bessere Preise zu hoffen.

➚ Milch – steigend:

Nach dem Höhepunkt der Milchanlieferung im Mai/Juni sinken sowohl die Menge anlieferter Milch als auch deren Inhaltsstoffe. Dies festigt die Märkte. Eiweiß wird teurer, Fett billiger. Das recht geringe Angebot aus Neuseeland stabilisiert die Weltmärkte zusätzlich.

➘ Schlachtrinder – fallend:

Ein knappes Angebot an Bullen und Kühen hält die Kurse in einem noch stabilen Bereich. Die Nachfrage dürfte in den Ferienmonaten Juli/August aber zurückgehen. Das könnte die Kurse belasten.

➙ Schlachtschweine – stabil:

Schweinemäster profitierten bislang weniger von der Grillsaison als erwartet. Schlachtunternehmen halten die Preise auch zu Monatsbeginn stabil bzw. wollen die Kurse drücken. Vor diesem Hintergrund gibt es auf den Bauernhöfen wenig Optimismus.

➘ Ferkel – fallend:

Das Angebot an Ferkeln im europäischen Raum ist groß. Die Kurse sinken abermals. Ob dies ausreicht, um die Märkte zu stabilisieren oder ob die Kurse weiter fallen werden, ist noch unklar. Zunächst noch fallend, dann hoffentlich stabil.

➚ Düngemittel – steigend:

Derzeit ermuntern unabhängige Beobachter zum Teilkauf der Dünger KAS sowie von schwefelhaltigen Düngern. Die Kurse dürften weiter steigen, wird vermutet. Angesichts der politisch bedingten Schwankungen an den Märkten kann es sinnvoll sein, Teilkäufe zu tätigen. Sicherheit hat einen Wert.

➙ Rohöl/Diesel – stabil:

Saudi-Arabien und Russland stabilisieren die Weltmärkte für Rohöl mit einem strategischen Fördermengenmanagement. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Aktivitäten aus dem Hause Trump in nächster Zeit auf die Märkte auswirken. Chinesische Strafzölle auf US-Öl könnten das schwarze Gold aus den Staaten verbilligen.

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Quelle: Dr. Uwe Scheper/www.cattle.de


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