Magazin Wirtschaft

eilbote :

Markttelegramm Januar 2018

Wie entwickeln sich die Märkte aus Sicht Ihrer Landwirte?

eilbote: Markttelegramm Januar 2018

➙ Weizen – stabil:

Auf den Kassamärkten verhalten sich Anbieter und Nachfrager gleichfalls abwartend. Nach wie vor sind große Mengen der 2017er Ernte nicht vermarktet. Spekuliert wird u.a. auf eine Belebung der Exportaktivitäten. Dies könnte die Märkte beleben.

➘ Raps – fallend:

Biodieselimporte aus Argentinien und Importe aus Australien belasten die hiesigen Märkte und drücken die Kurse. Im Januar dürfte der Markt noch nach einem Boden suchen und sich dort stabilisieren. Auf lange Sicht könnte die Ölsaat in der EU an Bedeutung verlieren.

➘ Milch – fallend:

Steigende Milchanlieferungen und sinkende Kurse auf den Absatzmärkten der zentralen Milchverwertungen sorgen aktuell für fallende Milchauszahlungspreise. Milchbauern fürchten sich vor einem weiteren Einbruch der Kurse, Meiereivertreter hoffen auf baldige Bodenbildung.

➚ Schlachtrinder – steigend:

In stabiler Verfassung präsentieren sich die Märkte zu Jahresbeginn. Der Fleischhandel füllt entstandene Lücken im Sortiment wieder auf, demgegenüber ist das Angebot noch zurückhaltender. Die Kurse könnten sowohl für Bullen als auch für Kühe steigen.

➘ Schlachtschweine – fallend:

Das Angebot an Schweinen ist zu Beginn des Jahres größer als die Nachfrage. Dies ist üblich für die Wochen nach den Feiertagen. Dies wird den Handelsverlauf im Januar prägen. Preise noch stabil, könnten aber sinken.

➚ Ferkel – steigend:

In den ersten Tagen des neuen Jahres verläuft der Handel in ruhigen Bahnen. Die Nachfrage sollte im weiteren Monatsverlauf aber ansteigen. Befragte Händler erwarten für den Januar leicht anziehende Kurse – sofern nichts dazwischen kommt.

➙ Düngemittel – stabil:

Unterschiedliche Entwicklungen je nach Düngerart. Seitens der Weltmärkte kommende Signale, die für eine stabile, evtl. fallende Tendenz sprechen. Andererseits dürfte das steigende Kaufinteresse hiesiger Landwirte stabilisierend wirken.

➙ Rohöl/Diesel – stabil:

Die akutelle politische Situation hat die Verunsicherung an den Ölmärkten sicherlich nicht verringert. Dennoch sorgten auch andere Krisenmeldungen in den vergangenen Wochen für kein nachhaltiges Ausbrechen der Kurse. Die Märkte sind weiterhin eher überversorgt.


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