Magazin Landwirtschaft

eilbote :

Markttelegramm Dezember 2018

Wie entwickeln sich die Märkte aus Sicht Ihrer Landwirte?

eilbote: Markttelegramm Dezember 2018

➚ Weizen – steigend:

Geringe Aktivitäten an den hiesigen Getreidemärkten. Landwirte spekulieren auf höhere Kurse in den kommenden Wochen. Verarbeiter können bzw. wollen diesen Erwartungen nicht folgen. Berichte über geringere Exportabsichten der Russen könnten die Kurse steigen lassen.

➘ Raps – fallend:

Für Raps sind zunächst keine höheren Kurse zu erwarten. Aufgrund des Handelskonflikts zwischen den USA und China wird US-Ware auf die Weltmärkte gepumpt. Auch Palmöl notiert schwächer. Wenig Raum also für Kurssteigerungen bei der Ölpflanze Raps.

➙ Milch – stabil:

Das Milchgeld wird durch gute Abschlüsse beim Absatz von Käse und Butter getragen. Der allmähliche Anstieg der Milchanlieferung nach dem Tiefpunkt Oktober/November könnte die Kurse drücken. Zudem sollte nach den Feiertagen die Nachfrage nach Milchprodukten merklich sinken. Aktuell ist die Stimmung aber gut, mindestens stabil.

➘ Schlachtrinder – fallend:

Bislang erhalten die Märkte keine vorweihnachtlichen Impulse. Händler gehen davon aus, dass der „Zug“ für dieses Jahr für Bullen bereits abgefahren ist. Kühe notieren bereits schwach.

➘ Schlachtschweine – fallend:

Bescheiden verabschieden sich die Märkte für Schlachtschweine aus dem Jahr 2018. Die Nachfrage nach Schweinefleisch bleibt hinter den Erwartungen zurück. Ein erwarteter Anstieg der Kurse blieb bislang aus. Ab Mitte Dezember sollten die Preise weiter sinken.

➚ Ferkel – steigend:

Ferkel sind gefragt und knapp. Zum Monatswechsel ziehen die Kurse an. Händler gehen davon aus, dass sich an der Grundsituation bis zu den Feiertagen wenig ändern sollte. Aus Sicht der Sauenhalter ist 2018 bislang unerfreulich verlaufen.

➘ Düngemittel – fallend:

Der Transport von Ware auf dem Wasserweg wurde durch die Folgen der Dürre in den vergangenen Wochen erschwert. Dies sorgte für steigende Kurse. Die Situation scheint sich nun zu verbessern, es wird mit einem Kappen der Höchststände gerechnet.

➚ Rohöl/Diesel – steigend:

Die jüngsten Verwerfungen an den globalen Kapitalmärkten sorgten für sinkende Rohölpreise. Dies schlug sich auch in den Heizölpreisen nieder. Die Saudis planen, die Fördermenge zu drosseln. Zugleich wird mit einer verstärkten Nachfrage der privaten Haushalte gerechnet. Kurse könnten steigen.


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