Magazin Wirtschaft

eilbote :

Markttelegramm August 2018

Wie entwickeln sich die Märkte aus Sicht Ihrer Landwirte?

eilbote: Markttelegramm August 2018

➚ Weizen – steigend:

Die Weizennachfrage steigt – sowohl im Bereich Lebensmittel als auch bei Futter. Was fehlt, sind vermarktungswillige Inländer. Bei guten Qualitäten werden Mindererträge um bis zu 50% eingefahren. Kurse könnten im Monatsverlauf noch steigen, meinen Händler.

➚ Raps – steigend:

Bei sehr unterschiedlich ausgeprägten Ernteeinbußen fehlt den inländischen Märkten Ware. Da kann es Sinn machen, mit der weiteren Vermarktung noch ein wenig zu warten. Nach Spitzentreffen zwischen EU-Kommissionschef Junker und US-Präsident Trump steigen die Sojakurse. Dies lässt zumindest vorerst aufatmen.

➙ Milch – stabil:

Milchbauern gehen zu Redaktionsschluss von knapp stabilen Kursen für Milch aus. Schnittkäse zeigt einen stabilen Verlauf, der Pulvermarkt zeigt sich eher lustlos, gleichwohl stabil. Butter könnte leicht zulegen. Angesichts geringer Inhaltsstoffe in der Rohmilch und zunehmenden Futtersorgen ist die Lage in den Betrieben angespannt.

➘ Schlachtrinder – fallend:

Die anhaltende Dürre sorgt für teils massive Ernteverluste im Bereich Winterfutter. Sowohl männliches als auch weibliches Schlachtvieh wird vermehrt angeboten und trifft auf eine – auch jahreszeitlich bedingt – niedrige Nachfrage.

➘ Schlachtschweine – fallend:

Trotz Rekordsommer bleibt die erwartete Nachfrage nach Grillfleisch aus. Dies schlägt zurück auf die Märkte für Schlachtschweine, auch wenn das Angebot an Schweinen eher gering ist. Keine Erholung in Sicht.

➘ Ferkel – fallend:

Ferkel notieren leichter. Seitens der Mäster besteht wenig Nachfrage. Die Lage auf den Schlachtschweinemärkten belastet, viele Landwirte stecken zudem zumindest mental in den Erntearbeiten. Die Hitze tut ihr Übriges – Mäster warten ab.

➘ Düngemittel – fallend:

Weiter steigende Preise im Düngerbereich. Auf dem aktuell herrschenden Preisniveau sollten nach Ansicht von Ackerbauberatern nur notwendige Mengen gekauft werden. Man setzt auf eine Korrektur der überhitzten Situation. Erst steigend, dann sinkend.

➙ Rohöl/Diesel – stabil:

Kleine Störfeuer an den Märkten sorgten zuletzt für ein leichtes Plus bei den Preisen. Händler raten aber dazu, jetzt die Nerven zu bewahren. Sollte sich das Welthandelsklima verbessern, so könnten die Kurse wieder leicht nachgeben.


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