Landwirte können jetzt einen zuverlässigeren Überblick über die digitale Kartierung ihrer Felder für Fungizide, Düngemittel und Wachstumsregulatoren bekommen – auch dort, wo herkömmliche Satellitenbilder aufgrund von Bewölkung ausfallen. Mit CultiWise, einer weiterentwickelten Software des tschechischen Start-ups Skymaps, lassen sich innerhalb weniger Stunden mit Hilfe der Einsteigerdrohne CultiWise hochpräzise Applikationskarten erstellen.
Die neue CultiWise-Software soll nach Herstellerangabe zu Kosteneinsparungen und Ertragszuwächsen von bis zu 20 Prozent führen. Diese Zusatzfunktion ist für Abonnenten der cloudbasierten CultiWise-Analysesoftware erhältlich: Mit Kosten ab fünf Euro pro Hektar kann diese sich bereits in der ersten Saison amortisieren. Die optionalen CultiWise-Drohnen sind ab 4.200 Euro verfügbar.
Landwirte stützen sich häufig auf Satellitenbilder, um ihre Präzisions-Feldspritzen so zu programmieren, dass sie die erforderliche Menge an Dünger, Fungiziden und Wachstumsregulatoren ausbringen. Diese variabel dosierte Ausbringung zielt auf bestimmte Anbaugebiete ab, aber trübes Wetter kann kritische Entscheidungen verzögern, die sich letztlich auf den Ertrag auswirken können.
„Mit der neuen CultiWise-Funktion und der kompakten Drohne können Landwirte die Felddaten sofort erfassen und noch am selben Tag mit dem Spritzen beginnen“, sagt Kornel Cziria, Chief Technology Officer bei Skymaps.
Die neue Software eignet sich für alle wichtigen Kulturpflanzen im Ackerbau und ermöglicht es Landwirten, von jedem Ort der Welt aus Drohnenbilder hochzuladen, um sich auf das bevorstehende Spritzen oder Ausbringen vorzubereiten. Innerhalb von Minuten bis wenigen Stunden erstellt CultiWise Applikationskarten. Teilflächenspezifisch verzeichnen sie die benötigten Mengen an Düngemitteln, Fungiziden oder Wachstumsregulatoren. Diese Karten informieren den Landwirt auch über die hier zu erwartenden Mengeneinspa- rungen.
„Wir glauben, dass gezielte und variable Anwendungen die Kosten um bis zu 20 Prozent reduzieren können. Dazu gehört ein geringerer Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln mit potenziellen Ertragssteigerungen von bis zu zehn Prozent“, so Cziria.
200 Hektar pro Stunde
Die neue kompakte CultiWise-Drohne ergänzt die Softwarefunktion. Sie kann mehr als 200 Hektar pro Flugstunde kartieren – und das zentimetergenau, was bei der gezielten Erfassung teilflächenspezifischer Anbaugebiete erforderlich ist. Landwirte können auch mit einer eigenen Drohne Bilder erstellen und hochladen – vorausgesetzt, ihre Drohnenkamera ist multispektral oder arbeitet im RGB-Farbraum.
„Unsere Applikationskarten, die wir von Drohnenfotos ableiteten, liefern zuverlässige Anweisungen, was zu einem geringeren Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln und damit zu niedrigeren Kosten führen wird. Im Gegensatz zum konventionellen Spritzen, bei dem alle Pflanzen mit der gleichen Menge bespritzt werden, ändern wir bei dieser Methode die Menge je nach Anforderung der Anbauflächen. Dies führt zu Kosteneinsparungen und möglicherweise zu höheren Erträgen“, fügt Cziria hinzu.
Das präzise Spritzen von Pflanzenschutzmitteln ist bekannt als Spot-Spraying und Variable Rate Application: Es hängt von präzisen Applikationskarten ab, um Pflanzenschutzmittel optimal zu dosieren.
Dank des Zugangs zu detaillierten Felddaten in Form von Karten justiert das Spritzgerät die Düsen automatisch, um die richtige Menge an Dünger oder Fungiziden auszubringen.
„Die Erstellung praktikabler Applikationskarten aus Drohnen-Fotos ist eine Herausforderung, denn sie erfordert einen multidisziplinären Ansatz mit dem Fachwissen von Agronomen, Landwirten und GIS-Spezialisten, während Software-Ingenieure diese Informationen in Algorithmen umset- zen“, so Cziria. Ein Team von 25 CultiWise-Ingenieuren hat die Software entwickelt: Unter Verwendung von Daten aus Hunderten von europäischen Landwirtschaftsbetrieben – von kleinen bis hin zu 30.000 Hektar Größe.
Das System unterstützt die wesentlichen Kulturpflanzen, darunter Mais, Winterweizen, Sojabohnen, Zuckerrüben, Sonnenblumen, Raps, Kartoffeln und Zwiebeln.
Drohnenkameras erfassen Bodenbeschaffenheit
„Drohnenkameras erfassen viel mehr Details als Satelliten. Dadurch können wir den unbewachsenen Boden ausschließen und die Gesundheit der Pflanzen besser beurteilen, was nützlich ist in frühen Wachstumsstadien und bei Reihenkulturen, bei denen Satellitendaten unzuverlässig sein können. Mit der drohnengestützten Erfassung erhalten die Landwirte eine zuverlässige Lösung für eine breite Palette neuer Anwendungen“, schließt Cziria.

© CultiWise
Drohnenbilder sind präziser und zeigen damit mehr Details.
CultiWise bietet eine Reihe von Lösungen an, darunter Applikationskarten für Punktspritzungen, Pflanzüberwachung, Pflanzenzählung und Ertragspotenzialkarten. CultiWise hat bereits mehr als 1.000 landwirtschaftliche Abonnenten in 15 Ländern, wobei jedes Abonnement den Zugang für alle Mitarbeiter des Betriebes abdeckt.
Über Skymaps
Skymaps wurde 2016 von einer Gruppe IT-Studenten gegründet. Das Start-up-Unternehmen entwickelte die cloudbasierte Software CultiWise, die einen gezielten und variablen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ermöglicht. Die Softwareplattform zählt heute mehr als 1.000 Abonnenten und bietet Drohne-zu-Traktor-Applikationskarten für die Spot-Spritzung, für KI-Unkrauterkennung, für Grün-auf-Grün-Spot-Spritzung sowie für die neue Funktion, die 2025 hinzukommt: Drohnen-Kamerabilder für die variable Anwendung von Fungiziden, Düngemitteln und Wachstumsregulatoren.
Weltweit operierend, ist der lokale Support bei Händlern in 15 Ländern verfügbar. Das System wird von mehreren Maschinenherstellern empfohlen, darunter Amazone.













