Magazin Obst- und Weinbautechnik

Deutschland :

Schwaches Obsternte-Jahr

Das Jahr 2017 hat nicht zuletzt wegen der anhaltenden Nässe und Frost in der Blütezeit für einen deutlichen Rückgang der Erträge gesorgt. Die EU-weite Apfelproduktion ist um 20 % eingebrochen. Mit 85.000 t Äpfeln haben Obstbauern am Bodensee die schlechteste Ernte seit über 20 Jahren eingefahren. Deutschlandweit ist die Baumobsternte um 42 % niedriger ausgefallen als 2016, berichtet das Statistische Bundesamt. Die größte Baumobsternte mit 222.000 t fuhr Niedersachsen ein, gefolgt von Baden-Württemberg mit 135.000 t.

Mit 89 % nahmen Äpfel den größten Anteil der Obsternte 2017 ein (597.000 t). Pflaumen und pflaumenähnliche Früchte kamen auf 27.000 t, Kirschen (süß und sauer) auf 25.000 t und Birnen auf 23.000 t.

Bei den Strauchbeeren haben deutsche Landwirte die Anbaufläche um 5 % auf 8.900 ha ausgeweitet, die Erntemenge nahm 2017 um 11 % auf 40.100 t zu. Mit 34 % ist die Kulturheidelbeere die wichtigste Strauchbeere in Deutschland, danach folgen rote und weiße Johannisbeeren, Himbeeren und schwarze Johannisbeeren. 10 % der Strauchbeeren werden in Deutschland unter hohen, begehbaren Schutzabdeckungen angebaut.

Die wichtigsten Anbauländer für Strauchbeeren sind Niedersachsen (2.200 ha), Baden-Württemberg (1.600 ha) und Bayern (1.200 ha).


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