Magazin Landwirtschaft

Deutschland :

Gewinne sind zweistellig gestiegen

Bundeslandwirtschaftsministerium ermittelt für das Wirtschaftsjahr 2006/07 einen Zuwachs von 13,8 Prozent auf 41.125 Euro – Positive Entwicklung im Ackerbau entscheidend – Margen in der Veredlung dagegen unter Druck – Seehofer erfreut über Investitionsverhalten

Deutschland: Gewinne sind zweistellig gestiegen

Die Ackerbauern profitierten im abgelaufenen Wirtschaftsjahr am meisten.

Die Gewinne der Haupterwerbsbetriebe in Deutschland haben sich im Wirtschaftsjahr 2006/07, das am 30. Juni endete, gegenüber dem Vorjahr durchschnittlich um 13,8 Prozent auf 41.125 Euro erhöht. Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium am 6. Dezember weiter bekanntgab, wurde dabei im Ackerbau ein überdurchschnittlicher Zuwachs von 34,9 Prozent auf 50.448 Euro erzielt. In den Milchviehbetrieben konnte im Mittel ein Plus von 12,7 Prozent auf 40.276 Euro verbucht werden. Zweistellig stiegen auch die Gewinne im Wein- und im Obstbau, und zwar auf 43.225 Euro beziehungsweise 41.574 Euro. Dagegen gerieten die Margen für die Schweinemäster unter Druck. Den Angaben des Landwirtschaftsministeriums zufolge mussten sie 2006/07 gegenüber dem Vorjahr eine Gewinneinbuße von 6,1 Prozent auf 45.929 Euro hinnehmen. Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer erklärte, die verbesserte konjunkturelle Lage in Deutschland mache sich auch in der Landwirtschaft bemerkbar. Das Investitionsverhalten der Landwirtschaft habe sich sehr positiv entwickelt. Ursächlich dafür sei die im Vergleich zum Vorjahr bessere Einkommenssituation in den landwirtschaftlichen Betrieben. Dies sei ein gutes Zeichen, denn die Landwirtschaft sei ein wichtiger Wirtschaftsbereich.

Bürokratieabbau

Wie Seehofer weiter feststellte, hängen von der Landwirtschaft die vor- und nachgelagerten Bereiche ab. Insgesamt trage die Land- und Ernährungswirtschaft mit 6 Prozent zur Bruttowertschöpfung bei. Führend sei die Agrarwirtschaft auch bei den Exporten. Weltweit stehe Deutschland bei den Ausfuhren von Agrar- und Ernährungsgütern an vierter Stelle. Diese führende Position werde ausgebaut, wenn man bedenke, dass die deutschen Agrarexporte in den ersten neun Monaten dieses Jahres bereits um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen seien. Die Vorlage der Zahlen zur Einkommenssituation der Betriebe zum jetzigen Zeitpunkt führte Seehofer auf Bürokratieabbau zurück. Dieser sei für ihn kein Schlagwort, sondern konkretes politisches Handeln. „Weniger bürokratische Belastung schafft Raum für unternehmerisches Handeln; Politik, die unternehmerische Freiheiten schafft, setzt auf Zukunftsfähigkeit“, so der CSU-Politiker.

Im Zuge der Neuordnung und Modernisierung des Berichtswesens im Ministerium könnten nun wichtige Ergebnisse bereits zeitnah zum Vorliegen des Datenmaterials veröffentlicht werden.


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