Magazin Landtechnik

Deutsche Umwelthilfe :

Verbraucherschützer kritisieren „lasche Überwachungsbehörden“

Wiederholt hat die Deutsche Umwelthilfe Motorgeräte vom TÜV Nord untersuchen lassen. Die Messungen zeigen teilweise erhebliche Überschreitungen von Abgasgrenzwerten.

Deutsche Umwelthilfe: Verbraucherschützer kritisieren „lasche Überwachungsbehörden“

Das Hintergrundpapier können Sie auf der DUH-Seite herunterladen.

Die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) hat im Rahmen von Emissionsmessungen festgestellt, dass zahlreiche handgeführte Maschinen die europaweit geltenden Schadstoffgrenzwerte nicht einhalten. Seit 2013 lässt die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation die Abgasemissionen bei Motorkettensägen und weiteren handgeführten mobilen Maschinen vom TÜV Nord überprüfen. Jedes Jahr fallen mehrere Produkte mit stark erhöhten Werten auf. Meist handelt es sich um billige Geräte aus Fernost, die als Saisonware in Baumärkten oder Online-Shops verkauft werden.

Im Jahr 2018 haben die Prüfer die Emissionen von zehn Motorkettensägen genau unter die Lupe genommen. Bei den Messungen wurde der Schwerpunkt auf den deutschen Markt gelegt. Fünf der geprüften, vor allem online angebotenen Motorkettensägen weisen hohe Überschreitungen des EU-Summengrenzwertes für HC+NOx auf - drei davon überschreiten zusätzlich den Grenzwert für Kohlenmonoxid (CO).

Bei einem Gerät war zudem keine Genehmigungsnummer auffindbar. Ebenso war kein Hinweis zum Hersteller oder Importeur zu finden. Auf einem weiteren Prüfobjekt war keine Seriennummer vermerkt.
Die DUH fragt regelmäßig bei den Bundesländern nach, ob sie auch die Einhaltung dieser Grenzwerte kontrollieren – mit eher durchwachsenem Ergebnis. Nur in Bayern wurden im Jahr 2017 Verstöße bestraft, acht Länder haben zumindest Kontrollen durchgeführt und die übrigen Sieben haben überhaupt nicht kontrolliert.

Die Ergebnisse können Sie hier abrufen: https://www.duh.de/projekte/abgase-handgefuehrter-maschinen/


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