Die Landwirte in Deutschland haben zur Ernte 2025 den Anbau von Winterweizen, der hierzulande wichtigsten Kultur, kräftig ausgedehnt. Gemäß der Ende Dezember veröffentlichten Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vergrößerte sich die betreffende Aussaatfläche einschließlich Dinkel und Einkorn um 12,3 % auf fast 2,79 Mio. Hektar. Der Anstieg erfolgte laut Destatis allerdings von einem niedrigen Niveau zur Ernte 2024 aus.
Witterungsbedingte Schwierigkeiten, insbesondere hohe Niederschläge, hatten bei der Aussaat im Herbst 2023 und um den Jahreswechsel zu einem deutlichen Rückgang der Winterweizenfläche geführt. Besonders betroffen waren seinerzeit Niedersachsen und Schleswig-Holstein, wo nach den aktuellen amtlichen Zahlen nun 71.100 Hektar oder 25,3 % beziehungsweise 31.400 Hektar oder 27,8 % mehr mit Winterweizen bestellt worden sind.
Hingegen wurde die Aussaat von Wintergerste mit Ausnahme von Schleswig-Holstein in allen Bundesländern eingeschränkt. Deutschlandweit insgesamt nahm der Anbau dieser Getreideart zum Erntejahr 2025 um 5,4 % auf 1,23 Mio. Hektar ab. Im Unterschied dazu wurde mehr Roggen und Triticale ausgesät. Die Roggenfläche einschließlich Wintermengegetreide wird auf 550.100 Hektar veranschlagt; das wäre ein Zuwachs von 2,8 %. Der Triticaleanbau soll um 2,4 % auf 271.600 Hektar zugenommen haben.
Insgesamt haben die hiesigen Landwirte zur Ernte 2025 laut den Destatis-Angaben rund 4,84 Mio. Hektar mit Wintergetreide bestellt, was eine Zunahme zu 2024 von 5,6 % bedeutet. Ausgeweitet wurde auch der Anbau von Winterraps, der mit Abstand wichtigsten Ölfrucht hierzulande. Die schwarze Ölsaat wurde auf 1,11 Mio. Hektar ausgebracht; das sind 2,3 % mehr als ein Jahr zuvor. Dies ist etwas mehr, als die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) vor gut einem Monat geschätzt hatte. Sie war von 1,05 Mio. bis 1,09 Mio. Hektar Winterraps ausgegangen.
Destatis erklärte zu seinen Zahlen, dass die hochgerechneten Aussaatflächen zur Ernte 2025 auf den Mitteilungen einer begrenzten Anzahl freiwilliger Ernte- und Betriebsberichterstatter von Ende November 2024 beruhten. Nicht enthalten sind darin die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg. Die Ergebnisse sind den Statistikern zufolge als vorläufige Anbautendenzen zu bewerten. Bis zur Ernte 2025 könnten auch noch Auswinterungsschäden sowie Schädlings- und Krankheitsbefall eine Rolle spielen.









