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Magazin Wirtschaft

Förderprogramme :

Bund und Länder unterstützen Investitionen in Software- und Hardware-Infrastrukturen

Für das besonders interessante Förderprogramm „Digital Jetzt“ werden monatlich Kontingente verlost

Förderprogramme: Bund und Länder unterstützen Investitionen in Software- und Hardware-Infrastrukturen

„Digital Jetzt“ ist ein Beispiel der Förderprogramme zur Digitalisierung kleinerer und mittlerer Unternehmen.

Durch investive Maßnahmen lassen sich Unternehmen zukunftssicher aufbauen. Vor allem Investitionen in eine zukunftsorientierte Unternehmens-IT-Infrastruktur und -Softwarelandschaft lohnen sich langfristig. Mittels einer fokussierten Digitalisierungsstrategie sowie einem Konzept zur Einführung und Nutzung neuer Technologien bleiben Unternehmen nicht nur wettbewerbsfähig, sondern zeigen sich widerstandsfähiger gegen Krisen, reagieren flexibler auf sich ändernde Anforderungen und setzen neue Geschäftsmodelle schneller um. Dies geht aus der Studie „Digitalisierungsindex Mittelstand“ von der Telekom und techconsult aus dem Krisenjahr 2020 hervor. Dabei lassen sich Investitionen in IT-Soft- und Hardware mittels bundes- oder landesweiter Fördermittel unterstützen.

Um im Dschungel der Förderprogramme zur Investition in die Digitalisierung des Unternehmens zurechtzukommen, sollte man den Unterschied zwischen einem nicht rückzahlbaren Zuschuss zur Investition und einem Kredit kennen. Der Kredit muss nach einem gewissen Zeitraum vollständig mit eventuell anfallenden Zinsen zurückbezahlt werden. Der nicht rückzahlbare Zuschuss ist, wie der Name es schon verrät, nicht rückzahlbar und stellt eine Bezuschussung des Bundes, Landes oder Landkreises zur Investition dar. Viele Förderprogramme der Länder und des Bundes bieten diesen Zuschuss.

Förderprogramme können bundes- oder landesweit gelten. Zu jeder Förderung gibt es eine Richtlinie, die die Förderungsvorrausetzungen und Formalitäten der Antragsstellung klärt. In der folgenden Tabelle finden sich alle landesweiten Förderprogramme, die einen Zuschuss zu einer Investition in die IT eines Unternehmens anbieten. Nicht in allen Bundesländern finden sich solche Programme, dort kann auf bundesweite Programme wie „Digital Jetzt“ zurückgegriffen werden oder landkreisspezifisch geprüft werden, ob sonstige Möglichkeiten bestehen. Darüber hinaus gibt es noch weitere Programme zur Förderung von Beratungsleistungen oder anderen Dienstleistungen und Investitionen, die die Digitalisierung im Unternehmen voranbringen können.

Bei den einzelnen Förderprogrammen sollte spezifisch geprüft werden, welche Voraussetzungen und Bedingungen zu erfüllen sind, um die Fördermittel anzufordern. Wie bereits erwähnt, gibt es ergänzend zu den genannten Landes-Förderprogrammen noch weitere bundesweite Programme wie das Programm „Digital Jetzt“.

Digital Jetzt

■ Das bundesweite Förderprogramm „Digital Jetzt“ dient der Förderung von Digitalisierungsvorhaben in kleinen und mittleren Unternehmen bis 500 Mitarbeitern sowie auch bei Freiberuflern und Handwerkern. Dabei können Investitionen in digitale Technologien und damit verbundene Prozesse und Implementierungen, insbesondere Hard- und Software zur internen und externen Vernetzung sowie Investitionen in die Qualifizierung von Mitarbeitern im Umgang mit digitalen Technologien mit bis zu 50 Prozent bezuschusst werden. Die Förderquote lässt sich durch folgende Kriterien zudem noch erhöhen:

■ Gleichzeitige Investition mehrerer Unternehmen innerhalb einer Wertschöpfungskette (+ 5 Prozent) 

■ Investitionen in Qualifizierungen oder Technologien im Bereich IT-Sicherheit und Datenschutz (+ 10 Prozent) 

■ Investitionen von Unternehmen in strukturschwachen Regionen (+ 10 Prozent; siehe Karte des BMW

Bei einer Förderquote von 50 Prozent müssen insgesamt mindestens 34.000 Euro in Hard- oder Software oder 6.000 Euro in Qualifizierungen der Mitarbeiter investiert werden. Die Investition darf erst nach Erhalt des Zuwendungsbescheids erfolgen. Da die Nachfrage nach dem Programm sehr hoch ist, werden monatlich Förderkontingente verlost. Nach der Auslosung erfolgt die Einreichung des Förderantrags, zu dem auch ein Digitalisierungs- und Finanzierungsplan gehört. Die Anmeldung zum Losverfahren und die Antragsstellung erfolgen online.

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Beratungsunternehmen können Unternehmen bei der Auswahl und Inanspruchnahme von Förderprogrammen unterstützen. Durch die Begleitung von Beratungsunternehmen in der Antragsstellung wird die Bürokratie für das Unternehmen minimiert. Diese prüfen die verschiedenen Anforderungen und Voraussetzungen der einzelnen Förderprogramme, um die bestmögliche Lösung für das Unternehmen zu finden, denn je nach Verwendungszweck eignen sich einige Programme besser für das angestrebte Vorhaben oder können mit anderen Programmen kombiniert werden. Im Falle der „Digital Jetzt“-Förderung wird auch bei der Erstellung des Digitalisierungs- und Finanzierungsplans unter die Arme gegriffen.

Der Autor

Jörg Högemann.

Jörg Högemann.

Jörg Högemann ist Geschäftsführer der einfach.effizient. Treuhand Unternehmensberatung. Diese berät kleine und mittelständische Firmen aller Branchen von der Nutzung verschiedenster Förderprogramme bis hin zur Lösung für morgen. Neben der Beratung werden maßgeschneiderte Lösungen und wirksame Umsetzungsunterstützung geboten.

E-Mail: hoegemann @ treuhand.de


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