Magazin Landtechnik

DBV-Konjunkturbarometer :

Investitionspläne der Landwirte nehmen langsam zu 

Nach dem für viele Betriebe schwierigen Sommer ergibt sich jetzt wieder eine verbesserte Liquiditätslage und eine wieder ansteigende Investitionstätigkeit. Das zeigt das aktuelle Konjunkturbarometer Agrar des Deutschen Bauernverbandes.

DBV-Konjunkturbarometer: Investitionspläne der Landwirte nehmen langsam zu 

Auch in Maschinen wollen Landwirte wieder etwas mehr investieren als im Vorjahr.

Nach den Ergebnissen des aktuellen DBV-Konjunkturbarometer Agrar für den Monat Dezember bleibt die wirtschaftliche Situation in den landwirtschaftlichen Betrieben eher gedämpft. Allerdings ergibt sich aus dieser repräsentativen Umfrage, das sich bei vielen Betrieben nach dem schwierigen Sommer die Liquiditätslage verbessert und die Investitionstätigkeit wieder ansteigt. 

Grund sind vor allem die im Dezember ausgezahlten Betriebsprämien, die im Durchschnitt der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland etwa 10 Prozent der Umsatzerlöse ausmachen. Der Anteil der Landwirte, der die aktuelle betriebliche Liquidität als angespannt bewertet, ist allerdings im Osten Deutschlands mit 30 Prozent als Folge der dort stark ausgeprägten Dürreschäden sehr hoch. 

Die Investitionsplanungen der Landwirte für die kommenden sechs Monate haben im Dezember gegenüber der vorangegangenen Erhebung etwas zugenommen. 34 Prozent der Landwirte wollen in dieser Zeit investieren; vor einem Jahr waren es 32 Prozent. Das für die nächsten sechs Monate geplante Investitionsvolumen liegt mit 4,3 Milliarden Euro um 0,3 Milliarden Euro über dem entsprechenden Vorjahresstand. Das relativ hohe Niveau der Jahre 2013 und 2014 mit geplanten halbjährlichen Investitionsvolumina von gut 6 Milliarden Euro wird allerdings auch hier bei weitem nicht erreicht. 

Vom aktuell geplanten Investitionsvolumen entfallen auf den Bereich Ställe und Stalltechnik 2,3 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von 0,2 Milliarden Euro. Vor allem in Hof- und Stalltechnik wird mehr investiert, während das geplante Investitionsvolumen für Wirtschaftsgebäude rückläufig ist. Mit 1,1 Milliarden Euro fallen die vorgesehenen Maschineninvestitionen im Jahresvergleich um 0,4 Milliarden Euro höher aus. 


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