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Claas :

Umsatz blieb stabil – Das Ergebnis sinkt aber

Die Gesamterlöse beliefen sich auf knapp 3,90 Milliarden Euro – Das Ergebnis vor Steuern ging indes um fast 40 Prozent zurück – Neuer Höchststand der Ausgaben für Forschung und Entwicklung

Claas: Umsatz blieb stabil – Das Ergebnis sinkt aber

Der deutsche Claas-Absatz verringerte sich um 4,1 Prozent auf 800 Mio. Euro.

Ungeachtet eines schwierigen Marktumfelds hat der Landtechnikhersteller Claas den Umsatz halten beziehungsweise marginal ausbauen können. Wie das Harsewinkeler Familienunternehmen auf seiner Bilanzpressekonferenz im Dezember in Düsseldorf mitteilte, konnte es im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 mit einem Gesamterlös von knapp 3,90 Mrd. Euro den Vorjahreshöchstwert von 3,89 Mrd. Euro leicht übertreffen.

Das Ergebnis vor Steuern ging indes um 39,9 % auf 135,7 Mio. Euro (Vorjahr: 226 Mio. Euro) zurück, das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) um 24,8 % auf 280,3 Mio. Euro (Vorjahr: 373 Mio. Euro). „Claas hat sich in einem zunehmend negativen Marktumfeld stabil entwickelt“, erklärte der Vorsitzende der Claas-Konzernleitung, Thomas Böck. Trotz des sich abzeichnenden Ergebnisrückgangs habe der Kurs gehalten und konsequent in die weitere Digitalisierung und den Ausbau der Marktpositionen investiert werden können. Für das laufende Geschäftsjahr 2020 rechnet Claas trotz regionaler Unsicherheiten mit einer stabilen Entwicklung auf den globalen Landtechnikmärkten. Jedoch könnten angesichts der schwelenden internationalen Handelskonflikte und des Risikos einer weiteren Konjunkturabschwächung negative Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis nicht ausgeschlossen werden. Gleichwohl erwartet das Unternehmen einen Umsatz leicht über dem des Geschäftsjahrs 2019 und ein stabiles Ergebnis vor Steuern.

In Frankreich Umsatzsteigerung

In Frankreich und im übrigen Westeuropa habe sich mit einem Plus von 11,7 % auf 756 Mio. Euro beziehungsweise von 9,7 % auf 819 Mio. Euro eine deutliche Umsatzsteigerung ergeben, berichtete Claas weiter.

In Deutschland hätten die Umsätze hingegen um 4,1 % auf 800 Mio. Euro abgenommen. In Osteuropa seien die Umsätze insgesamt um 8,3 % auf 862 Mio. Euro zurückgegangen, während hier in Russland der Umsatz „deutlich gewachsen“ sei.

In den außereuropäischen Ländern liege ein uneinheitliches Bild mit einem Umsatz unterhalb des Vorjahresniveaus vor. Einen neuen Höchststand erreichten laut Claas die Investitionen in Forschung und Entwicklung, und zwar mit 243,6 Mio. Euro nach 233,4 Mio. Euro im Geschäftsjahr zuvor; das war ein Plus von 4,4 %.

Die Sachinvestitionen stiegen im Berichtsjahr um 10,7 % auf 125,4 Mio. Euro. So sei im Frühjahr am Stammsitz in Harsewinkel das neue Test- und Validierungszentrum eröffnet worden, in dem die Funktion und die Haltbarkeit neuer Maschinenkomponenten getestet werde.

Die Belegschaft stieg auf 11.448 Mitarbeitende (Vorjahr: 11.132), die Personalaufwendungen erreichten 730 Mio. Euro (Vorjahr: 693 Mio. Euro).


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