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Claas :

Konzernergebnis konnte fast verdoppelt werden

Umsatz liegt mit 3,761 Mrd. Euro um 3,6 Prozent über dem Vorjahr – Eigenkapital deutlich gestiegen

Claas: Konzernergebnis konnte fast verdoppelt werden

Viele Maschinen gingen Richtung Zentral- und Osteuropa. Mit 921,5 Mio. erreichte Claas hier einen eigenen Umsatzrekord.

Ein verbessertes Marktumfeld hat beim Landtechnikhersteller Claas für eine positive Bilanz im Geschäftsjahr 2016/17 gesorgt. Im Zeitraum 1. Oktober 2016 bis 30. September 2017 habe sich der Umsatz auf 3,761 Mrd. Euro belaufen und damit den Vorjahreserlös um 3,6 % übertroffen, teilte der Konzern letzte Woche mit. Das Konzernergebnis habe sich beinahe verdoppelt, und zwar auf 184,5 Mio. Euro. „Wir konnten in einem sich stabilisierenden Landtechnikmarkt auf Wachstum umschalten und gleichzeitig unsere Profitabilität deutlich verbessern“, berichtete der Sprecher der Konzernleitung, Hermann Lohbeck.

Nach Angaben des Landtechnikherstellers sind im zurückliegenden Geschäftsjahr weiter starke Impulse von Osteuropa ausgegangen; das Geschäft in dieser Region und in Russland hatte schon im Geschäftsjahr 2015/16 – entgegen der sonstigen Marktentwicklung – steigende Erlöse abgeworfen. Claas verzeichnete nach eigenen Angaben im abgeschlossenen Firmenjahr mit 921,5 Mio. Euro den höchsten Umsatz seiner Geschichte in der Region Zentral- und Osteuropa; das entsprach einer Steigerung von fast einem Drittel. Wesentlicher Treiber sei die generell steigende Nachfrage nach professioneller Landtechnik und insbesondere nach Mähdreschern, Traktoren und Feldhäckslern gewesen. Als umsatzstärkste Länder hätten sich, wie im Vorjahr, die russische Föderation und die Ukraine erwiesen.

Im Vergleich dazu stieg der Umsatz in Deutschland nur leicht, nämlich um 0,9 % auf 785,0 Mio. Euro, was laut Geschäftsbericht aus gesteigerten Neumaschinenverkäufen resultierte. In Frankreich blieben die Erlöse mit 657,2 Mio. Euro um 13 % hinter dem Vorjahr zurück; dort hatte sich eine zeitlich begrenzte Sonderabschreibung positiv auf die Investitionsbereitschaft ausgewirkt. In den übrigen westeuropäischen Ländern stieg der Umsatz leicht auf 691,7 Mio. Euro an; in den außereuropäischen Ländern war er mit 705,6 Mio. Euro stabil.

Die Investitionen in Forschung und Entwicklung blieben mit 217 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres (221 Mio. Euro) und haben sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Mehr als elf Prozent der Claas Mitarbeiter arbeiten inzwischen im Bereich Forschung und Entwicklung.

Die weltweite Mitarbeiterzahl ging zum 30. September 2017 auf 10.961 (Vorjahr: 11.300) zurück. Darin spiegeln sich die weltweit unterschiedliche Entwicklung der Landtechnikmärkte sowie die in den letzten Jahren umgesetzten Kostensenkungsmaßnahmen wider. Während in Osteuropa zusätzliche Mitarbeiter eingestellt wurden, verringerte sich deren Zahl in China. In Deutschland blieb Claas mit 5.102 Mitarbeitern etwas unter dem Vorjahr (5.220). Die Ausbildungsquote lag dort bei 7,9 Prozent (Vorjahr 8,2 Prozent).

Für das aktuelle Geschäftsjahr rechnet die Unternehmensleitung mit einer moderaten Verbesserung auf den globalen Landtechnikmärkten. Auf dieser Grundlage sei von einer positiven Umsatzentwicklung und einem stabilen Ergebnis vor Steuern auszugehen.


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