Am 16. Juli wäre Helmut Claas 100 Jahre alt geworden. Anlässlich des Geburtstags des Landtechnikpioniers erweitert die Claas Stiftung ihre Nachwuchsförderung: Ein neues Helmut-Claas-Scholarship für Nordamerika sowie eine höhere Dotierung des internationalen Helmut-Claas-Stipendiums sollen junge Talente für die Landtechnik unterstützen.
Helmut Claas prägte das Unternehmen Claas über Jahrzehnte als Ingenieur, Unternehmer und Visionär. Sein Ziel war es, junge Menschen für Technik und Landwirtschaft zu begeistern und ihnen den Einstieg in die Branche zu ebnen. Das internationale Helmut-Claas-Stipendium gehörte zu den ersten Initiativen der 1999 gegründeten Claas Stiftung. Neu hinzu kommt ein Stipendium für Studierende der Agrartechnik an der University of Nebraska-Lincoln. Die Kooperation mit der US-Hochschule soll ein Zeichen für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der landtechnischen Bildung setzen. Zudem wird das bestehende Stipendium für herausragende Bachelorarbeiten aufgewertet: Der erste Platz ist künftig mit 10.000 statt bisher 7.200 Euro dotiert.
Geboren 1926 in Harsewinkel als Sohn des Firmengründers August Claas, wuchs Helmut Claas zwischen Werkhalle und Weizenfeld auf. Nach der Lehre als Maschinenschlosser und einem Maschinenbaustudium in Hannover trat er 1957 ins elterliche Unternehmen ein und lenkte es ab 1962 gemeinsam mit seinem Bruder Reinhold. Unter seiner Führung entstanden technische Meilensteine wie der Mähdrescher Dominator, der selbstfahrende Feldhäcksler Jaguar, der Systemtraktor Xerion und der Mähdrescher Lexion. Über hundert Patente laufen auf seinen Namen. 2003 übernahm Claas den französischen Traktorenhersteller Renault Agriculture. Bis ins hohe Alter setzte er sich für neue Projekte wie den Axion Terra Trac mit Halbraupenlaufwerk ein und bereitete den Generationenwechsel an Tochter Cathrina Claas-Mühlhäuser vor. Helmut Claas starb 2021.





