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Bilanz 2017/2018: Profitabilität und Umsatz verbessert

Stabile Entwicklung auf den Landtechnikmärkten trotz regionaler Trockenheit – Umsatz steigt um 3,4 % auf neuen Höchstwert von 3,88 Milliarden Euro – Ergebnis vor Steuern mit 226 Millionen Euro deutlich verbessert

Claas: Bilanz 2017/2018: Profitabilität und Umsatz verbessert

Claas rechnet für 2019 mit einer stabilen Entwicklung.

Claas konnte im Geschäftsjahr 2017/2018 (30. September) seinen Umsatz mit 3,889 Milliarden Euro (Vorjahr 3,761 Milliarden Euro) auf einen neuen Höchstwert steigern. Das Ergebnis vor Steuern legte dabei auf 226 Millionen Euro zu (Vorjahr 184 Millionen Euro).

„Wir haben unseren Wachstumskurs in einem volatilen Marktumfeld fortgesetzt und unsere Profitabilität erneut deutlich verbessert. Insbesondere aus Deutschland und Westeuropa kamen starke Impulse“, sagte Hermann Lohbeck, Sprecher der Claas Konzernleitung, auf der Bilanzpressekonferenz am 12. September in Düsseldorf.

Der weltweite Markt für professionelle Landtechnik entwickelte sich in diesem Jahr nach Verbandsschätzungen stabil. Vor diesem Hintergrund verbesserte Claas den Umsatz in Kernländern wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien spürbar. In Osteuropa wurde projektbedingt ein leicht niedrigerer Umsatz erzielt.

F + E-Ausgaben auf neuem Höchststand

In den außereuropäischen Ländern ergab sich ein uneinheitliches Bild: Während die nordamerikanischen Umsätze in Lokalwährung stiegen, registrierte China aufgrund von Marktunsicherheiten einen Rückgang.

Die Investitionen in Forschung und Entwicklung erreichten mit 233 Millionen Euro einen neuen Höchststand (Vorjahr: 217 Millionen Euro) und haben sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt.

Als erster Hersteller brachte Claas mit dem Jaguar 960 Terra Trac einen Feldhäcksler mit integrierter Raupenlaufwerklösung auf den Markt. Das neue Konzept bietet hohe Bodenschonung unter allen Bedingungen. Perfektioniert wird der Jaguar durch die neuen Orbis Maisgebisse, die für einen optimalen Gutfluss sorgen. Mit einer erweiterten Modellpalette starteten die Tucano Mähdrescher in die nächste Generation. Erstmals sind in dieser Baureihe Modelle verfügbar, die Seitenhangneigungen von bis zu 18 Prozent ausgleichen können.

Investitionen in Sachanlagen steigen deutlich

Claas investierte nicht nur in neue Produkte, sondern auch in eine innovationsfördernde Arbeitsumgebung. Die Sachinvestitionen stiegen spürbar an. Mit der gestarteten Modernisierung der Hauptmontagelinie in Le Mans bleiben die Signale im Traktorengeschäft auf Wachstum gestellt. Weiter ausgebaut wird auch das Service- und Ersatzteilgeschäft. Dazu entsteht in Hamm ein neues Hochregallager, womit sich die Anzahl der Palettenstellplätze auf 58.000 verdoppelt. Im Stammwerk Harsewinkel konnte das neue Test- und Prüfzentrum für Maschinenkomponenten fertigstellt werden. Hinzu kommen größere Investitionen für neue Vertriebszentralen in Großbritannien und Frankreich.

Weltweite Mitarbeiterzahl leicht gewachsen

Die weltweite Mitarbeiterzahl stieg zum 30. September 2018 leicht auf 11.132 (Vorjahr: 10.961). In Deutschland zeigte sich ein ähnlicher Trend. Dort waren zum Geschäftsjahresende 5.295 Mitarbeiter (Vorjahr 5.100) beschäftigt. Die Zahl der Auszubildenden stieg 2018 auf 714 (Vorjahr: 677).

Ausblick

Für das aktuelle Geschäftsjahr 2019 rechnet das Unternehmen trotz regionaler Unsicherheiten mit einer stabilen Entwicklung auf den globalen Landtechnikmärkten. Zu den Treibern zählt weiter die steigende Nachfrage nach professioneller Landtechnik. Generelle Risiken liegen insbesondere in den weltweiten Handelskonflikten, die auch Agrargüter mit einbeziehen. Angesichts dieser Markteinschätzung erwartet Claas für das aktuelle Geschäftsjahr einen Umsatz leicht über Vorjahresniveau und ein stabiles Ergebnis vor Steuern.


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