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CLAAS :

Apollo lieferte Briketts aus Gras

Ölpreisschock Anfang der 70er Jahre setzte dem Einsatz der Maschine ein Ende - Jetzt Exponat im Landwirtschaftsmuseum Stuttgart-Hohenheim

Er hat eine gewissen Ähnlichkeit mit einer Rakete, doch der Claas-Apollo ist keine Erfindung der amerikanischen Raumfahrt-Industrie sondern eine weltweit einmalige Landmaschine. Das gigantische Gerät wurde jetzt zum Blickfang einer neuen Halle im Landwirtschaftsmuseum in Stuttgart- Hohenheim. Mit einem großen Festakt im Beisein des Stuttgarter Bürgermeisters Matthias Hahn, des Dekans der Landtechnik-Fakultät Prof. Dr. Hans- Dieter Kutzbach und des Leiters des Landwirtschaftsmuseums Dr. Klaus Herrmann, drückte Aufsichtsratsvorsitzender Helmut Claas, ein wesentlicher Förderer des Landwirtschaftsmuseums, auf den "grünen Knopf", um eine neue Halle des Museums zu eröffnen. Inmitten dieser Halle steht der Apollo, der die Blicke der Besucher sofort auf sich zieht. Als eine technische Meisterleistung bezeichnete Helmut Claas die Landmaschine, die in der Lage war, aus gemähtem Gras noch auf dem Feld handliche Briketts als Tierfutter zu produzieren.

Der Claas-Apollo arbeitete in den frühen 70iger Jahren auf den Feldern Europas. Die Besonderheit dieser Maschine lag in ihrer außergewöhnlichen Funktion. Die gesamte Anlage bestand aus einem gezogenem Häcksler mit Ladebunker, namens Rapido, der in Saulgau gefertigt wurde. Mit diesem Rapido wurde das Gras vom Feld geerntet und über ein Ober lade- und Dosiergerät in den Trockner Apollo entladen. Der Trockner Apollo bestand aus einer großen Trommel, die die Trocknung des Gutes Obernahm und gleichzeitig eine Briketteinrichtung beinhaltete, so dass das Gras nicht nur getrocknet sondern gleichzeitig in kleine Briketts gepresst und mit Hilfe einer Kühlstrecke auf einen Anhänger abgeladen werden konnte. Die gesamte Anlage wurde von lediglich einer Person bedient und stellte zu damaligen Zeiten eine absolute Neuheit dar. Der Olpreisschock setzte dem Einsatz dieser komplexen Maschine allerdings nach zwei Jahren Einsatzzeit ein Ende. Es wurden in der Folgezeit nur noch kleinere Mengen getrocknet und gepresst. Die für die Universität Hohenheim restaurierte Anlage arbeitete ab 1976 auf dem unteren Lindenhof, einem Versuchsgut der Universität Hohenheim in der Nähe von Reutlingen und sollte eigentlich 1992 verschrottet werden. Glücklicherweise konnte Hermann Wandel, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Hohenheim und Mitglied des Förderausschusses des deutschen Landwirtschaftsmuseums dieses Vorhaben in letzter Minute stoppen, um dieses weltweit einmalige Exponat dem deutschen Landwirtschaftsmuseum zugänglich zu machen. Im Winter 2002/2003 wurden alle Komponenten der voluminösen Anlage nach Bad Saulgau transportiert und vom Restaurationsteam aus Bad Saulgau und Harsewinkel aufbereitet.

 

Er hat eine gewissen Ähnlichkeit mit einer Rakete, doch der Claas-Apollo ist keine Erfindung der amerikanischen Raumfahrt-Industrie sondern eine weltweit einmalige Landmaschine. Das gigantische Gerät wurde jetzt zum Blickfang einer neuen Halle im Landwirtschaftsmuseum in Stuttgart- Hohenheim. Mit einem großen Festakt im Beisein des Stuttgarter Bürgermeisters Matthias Hahn, des Dekans der Landtechnik-Fakultät Prof. Dr. Hans- Dieter Kutzbach und des Leiters des Landwirtschaftsmuseums Dr. Klaus Herrmann, drückte Aufsichtsratsvorsitzender Helmut Claas, ein wesentlicher Förderer des Landwirtschaftsmuseums, auf den "grünen Knopf", um eine neue Halle des Museums zu eröffnen. Inmitten dieser Halle steht der Apollo, der die Blicke der Besucher sofort auf sich zieht. Als eine technische Meisterleistung bezeichnete Helmut Claas die Landmaschine, die in der Lage war, aus gemähtem Gras noch auf dem Feld handliche Briketts als Tierfutter zu produzieren.

Der Claas-Apollo arbeitete in den frühen 70iger Jahren auf den Feldern Europas. Die Besonderheit dieser Maschine lag in ihrer außergewöhnlichen Funktion. Die gesamte Anlage bestand aus einem gezogenem Häcksler mit Ladebunker, namens Rapido, der in Saulgau gefertigt wurde. Mit diesem Rapido wurde das Gras vom Feld geerntet und über ein Ober lade- und Dosiergerät in den Trockner Apollo entladen. Der Trockner Apollo bestand aus einer großen Trommel, die die Trocknung des Gutes Obernahm und gleichzeitig eine Briketteinrichtung beinhaltete, so dass das Gras nicht nur getrocknet sondern gleichzeitig in kleine Briketts gepresst und mit Hilfe einer Kühlstrecke auf einen Anhänger abgeladen werden konnte. Die gesamte Anlage wurde von lediglich einer Person bedient und stellte zu damaligen Zeiten eine absolute Neuheit dar. Der Olpreisschock setzte dem Einsatz dieser komplexen Maschine allerdings nach zwei Jahren Einsatzzeit ein Ende. Es wurden in der Folgezeit nur noch kleinere Mengen getrocknet und gepresst. Die für die Universität Hohenheim restaurierte Anlage arbeitete ab 1976 auf dem unteren Lindenhof, einem Versuchsgut der Universität Hohenheim in der Nähe von Reutlingen und sollte eigentlich 1992 verschrottet werden. Glücklicherweise konnte Hermann Wandel, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Hohenheim und Mitglied des Förderausschusses des deutschen Landwirtschaftsmuseums dieses Vorhaben in letzter Minute stoppen, um dieses weltweit einmalige Exponat dem deutschen Landwirtschaftsmuseum zugänglich zu machen. Im Winter 2002/2003 wurden alle Komponenten der voluminösen Anlage nach Bad Saulgau transportiert und vom Restaurationsteam aus Bad Saulgau und Harsewinkel aufbereitet.

 


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