CEMA:

Versorgungsengpässe könnten Wachstum bremsen

Geschäftsklimaindex sinkt den vierten Monat in Folge – Unsicherheiten durch Preissteigerungen

CEMA: Versorgungsengpässe könnten Wachstum bremsen

Die Auftragslage bei den europäischen Herstellern ist nach wie vor hoch – der Rohstoffmangel sorgt allerdings für erste Unsicherheiten, ob regulär weiter produziert werden kann.

Der allgemeine Geschäftsklimaindex für die Landmaschinenindustrie in Europa scheint in den Monaten Mai und Juni seinen Höhepunkt erreicht zu haben. Im Oktober ist der Index den vierten Monat in Folge auf hohem Niveau leicht gesunken. Dabei liegt der aktuelle Wert bei 59 Punkten auf einer Skala von -100 bis +100. Im September lag dieser Wert bei 63 Punkten. Weiterhin schätzen rund 47 Prozent das aktuelle Geschäft als „gut“ und 20 Prozent als „sehr gut“ ein. Nur jeweils ein Prozentpunkt weniger als im Vormonat. Weiterhin gehen 63 Prozent der europäischen Unternehmen von einem Umsatzwachstum in den nächsten sechs Monaten aus.

Trotz rekordhoher Auftragsbestände sehen sich die rund 140 befragten Hersteller aus insgesamt neun Ländern weiterhin mit einem sehr dynamischen Auftragseingang konfrontiert. Der Umfrage zufolge wurden die Lagerbestände der Händler bei Neumaschinen in den letzten Monaten deutlich reduziert und dürften damit in den meisten Märkten bereits unter das optimale Niveau gesunken sein. Auch die Bestände an Gebrauchtmaschinen sind im Allgemeinen bereinigt worden.

Produktionsstopp durch Lieferengpässe

Die größte Unsicherheit besteht derzeit darin, inwieweit die Aufträge von den Herstellern vor dem Hintergrund extremer Preissteigerungen und Engpässe auf der Lieferantenseite realisiert werden können. Mittlerweile rechnen 45 Prozent der Unternehmen mit einem Produktionsstopp wegen fehlender Teile im kommenden Monat. Noch kritischer sieht die Situation bei den Mähdrescher- und Traktorenherstellern aus, wo drei von vier gezwungen sind, die Produktion in den kommenden vier Wochen vorübergehend einzustellen.

CEMA: Versorgungsengpässe könnten Wachstum bremsen

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