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Case IH :

Evolution der inneren Werte

Neue 250er Modelle lösen Baureihe 240 als Flaggschiff-Mähdrescher für 2019 ab – Automatiksystem AFS Harvest Command minimiert Verluste und Kornschäden und steigert Durchsatzleistung – Feedrate Control passt Fahrgeschwindigung der Maschine an Erntegutvolumen an – Spezialkamera zur kontinuierlichen Analyse der Kornqualität

Case IH: Evolution der inneren Werte

Der 9250 als größtes Modell verfügt über eine Motorleistung von 634 PS.

Case IH bringt die Baureihe 250 für 2019 an den Start: drei neue Axial Flow Mähdrescher mit einer Reihe neuer Automatikfunktionen, die Durchsatzleistung und Erntegutqualität weiter maximieren sollen. Die Serie 250 ersetzt die bestehenden Modelle 7240, 8240 und 9240. Das äußere Design wurde dabei nur leicht verändert.

„Die an der Baureihe 250 vorgenommenen Upgrades zielen auf die Steigerung der Produktivität sowohl der Maschine als auch des Fahrers ab,” so August von Eckardstein, für Europa, den Nahen Osten und Afrika zuständiger Produktmarketing-Manager von Case IH.

Neues Automatiksystem AFS Harvest Command

Kernstück der Änderungen ist die AFS Harvest Command-Option. Dieses völlig neue Technologiepaket arbeitet mit insgesamt 16 Sensoren zur lückenlosen Überwachung der Maschine und passt sieben verschiedene Einstellungen an, um die Druschleistung bei noch besserer Kornqualität und weniger Verlusten zu maximieren. Zwei der eingesetzten Sensoren, wie der patentierte Drucksensor für die Siebauslastung und der Qualitätssensor, sind Kernelemente des neuen Automatiksystems. Es wird über das Bedienterminal AFS Pro700 in der Kabine gesteuert und kann derzeit in Weizen, Raps, Mais und Sojabohnen eingesetzt werden. Mit ein paar Auswahlschritten – abhängig von Fruchtart und Erntebedingungen – kann der Fahrer die Maschine so einstellen, dass das gewünschte Ergebnis erzielt wird.

Die AFS Harvest Command-Basisversion enthält die Erntegut-Einstellautomatik ACS. Diese passt Ernteparameter wie Gebläsedrehzahl und Korbabstand entsprechend der am AFS-Terminal gewählten Fruchtart an; Einzeleinstellungen erübrigen sich dadurch. Der Fahrer kann die Einstellungen während der Fahrt anpassen und sie zur künftigen Verwendung speichern.

Die nächste Version – mit der Einzugsgeschwindigkeitssteuerung Feedrate Control – passt die Fahrgeschwindigkeit an die Bestandsdichte an, um das gewünschte Resultat zu erhalten – ‚Hohe Leistung bei geringstmöglichen Verlusten‘, ‚maximale Durchsatzleistung‘ oder ‚Konstante Durchsatzleistung‘. Der Fahrer stellt die maximale Motorlast und Fahrgeschwindigkeit ein, und Feedrate Control steuert die Maschine dann anhand dieser Sollvorgaben.

Bei der Topausstattungsvariante mit vollem AFS Harvest Command-Automatikumfang werden automatisch Anpassungen am Dresch- und Reinigungssystem vorgenommen, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen (wie bei Feedrate Control); zusätzlich werden Kornqualität und Verluste überwacht. Verlustsensoren, sowie moderne Kamera-Technik und Siebdruck-Sensorik liefern die nötigen Daten für die automatische Feineinstellung der Maschine, um Verunreinigungen zu minimieren und die bestmögliche Kornqualität zu gewährleisten.

„Die Kornkamera des Harvest Command-Systems ist dank patentierter multispektraler Lichtemission – sichtbar und unsichtbar – in der Lage, Bruchkorn und Verunreinigungen genauer zu erkennen,“ so von Eckardstein.

Kornkamera mit patentierter multispektraler Lichtemission.

Kornkamera mit patentierter multispektraler Lichtemission.

Bei vollem Automatikumfang des AFS Harvest Command-Systems kann zwischen vier verschiedenen Betriebsarten gewählt werden. In allen Fällen stellt der Fahrer eine maximale Motorlast und Fahrgeschwindigkeit für den jeweiligen Betriebsmodus ein:

■ Leistungsmodus: Der Mähdrescher arbeitet mit einer Geschwindigkeit, bei der die Körnerverluste aus dem Rotor und Reinigungssystem einen Sollwert einhalten.

■ Konstant-Durchsatzmodus: Der Mähdrescher hält durch Variieren seiner Geschwindigkeit einen Solldurchsatz konstant und passt zur Verlustminimierung die Einstellungen an.

■ Maximal-Durchsatzmodus: Der Mähdrescher arbeitet bis zu der vom Fahrer vorgegebenen Geschwindigkeits- bzw. Leistungsgrenze und passt dabei die Einstellungen so an, dass Körnerverluste aus dem Rotor und Reinigungssystem minimiert werden.

■ Kornqualitätsmodus: Der Mähdrescher passt die Einstellungen und Fahrgeschwindigkeit so an, dass die gewünschte Kornqualität und Reinheit erreicht und Verluste minimiert werden.

Rotor und Reinigungssystem

Die Baureihe 250 mit AFS Harvest Command-Automatiksystem ist mit elektrisch verstellbaren Rotorleitblechen ausgestattet, die entweder manuell per Schalter oder automatisch betätigt werden. Die hinteren sechs Leitbleche sind dazu miteinander gekoppelt und haben einen größeren Verstellbereich. Je nach Anstellwinkel der Leitbleche bewegt sich das Erntegut schneller oder langsamer durch das Rotorgehäuse. So kann, zusätzlich zur automatischen Rotordrehzahlanpassung, die Dresch- und Abscheideleistung an die jeweiligen Erntebedingungen angepasst werden. Die elektrisch verstellbaren Leitbleche sind auch als Option für Mähdrescher ohne AFS Harvest Command verfügbar.

Insgesamt 16 Sensoren überwachen alle Maschinenfunktionen. Im Foto die Sensoren für die automatische Siebeinstellung.

Insgesamt 16 Sensoren überwachen alle Maschinenfunktionen. Im Foto die Sensoren für die automatische Siebeinstellung.

Aufnahme mit 18 Prozent höherer Tragfähigkeit.

Aufnahme mit 18 Prozent höherer Tragfähigkeit.

 

Das AFS Harvest Command-Komplettsystem schließt auch die Steuerung aller Siebe ein. Spezielle Siebdrucksensoren übermitteln Siebbeladungsdaten an das System, das anhand dieser Daten drohende Verluste erkennt und vorzeitig Korrekturen vornimmt. Mit Hilfe dieser Sensoren kann das System zwischen Siebüberladungs- und Ausblasverlusten unterscheiden und die Gebläse- und Siebeinstellungen nach Bedarf anpassen, um Körnerverluste beim Wenden auf dem Vorgewende oder Anhalten der Maschine im Feld zu vermeiden. Im Zusammenwirken mit dem bekannten Siebkastenhangausgleich und der Gebläse-Automatik werden außerdem Verluste bei hohem Durchsatz im unebenem Gelände verhindert.

Änderungen am Fahrantrieb

Ein neuer hydrostatischer Fahrantrieb, ausgestattet mit Feld- und Straßenmodus und zwei während der Fahrt schaltbaren Fahrbereichen, sorgt für erhöhte Antriebsleistung und unterbrechungsfreies Arbeiten in Hanglagen. Die Höchstgeschwindigkeit in den beiden Fahrbereichen beträgt 18 km/h (Fahrbereich 1) bzw. 20 oder 30 km/h (Fahrbereich 2). Sie kann je nach Präferenz des Fahrers und Feldbedingungen auf einen niedrigeren Wert eingestellt werden.

In Kombination mit den leistungsstärkeren Hydraulikantrieben erhöht der neue Fahrantrieb das Steigvermögen bei Straßenfahrt um über 30 Prozent.

CNH Industrial

Deutschland GmbH

D-74076 Heilbronn

Telefon (0 71 31) 64 49-0

www.caseih.com

 

 


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