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Agraretat wird aufgestockt

Für den Umbau der Tierhaltung soll es 278 Millionen Euro geben

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Das Budget des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMLEH) soll 2026 um rund 100 Mio. Euro auf 6,986 Mrd. Euro vergrößert werden. Das geht aus dem Haushaltsentwurf für das kommende Jahr hervor, den das Bundeskabinett am 30. Juli beschlossen hat. Zusätzlich soll das Ressort auf 255 Mio. Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) sowie dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität zugreifen können; das wären 50 Mio. Euro mehr als 2025.

Das geplante Wachstum des Agrarhaushalts resultiert unter anderem aus einer Erhöhung des Budgets für das Bundesprogramm Umbau der Tierhaltung, für das 2026 insgesamt 278 Mio. Euro und damit 78 Mio. Euro mehr als 2025 zur Verfügung stehen sollen. Daneben sollen die Mittel für das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) um 22,5 Mio. Euro auf 159,1 Mio. Euro angehoben werden. Schließlich ist beim größten Posten des Agrarhaushalts, der Landwirtschaftlichen Sozialpolitik, eine weitere Aufstockung des Budgets auf insgesamt 4,16 Mrd. Euro vorgesehen, nach 4,09 Mrd. Euro im laufenden Jahr und 3,93 Mrd. Euro im Jahr 2024. Für die Landwirtschaftliche Altershilfe werden mit 2,42 Mrd. Euro 2026 etwa 30 Mio. Euro mehr veranschlagt als 2025. Die Gelder für die Landwirtschaftliche Krankenversicherung sollen um 56 Mio. Euro auf knapp 1,56 Mrd. Euro aufgestockt werden.

Dagegen wird beim Budget der Landwirtschaftlichen Unfallversicherung der Rotstift angesetzt. Es soll auf 100 Mio. Euro und damit wieder auf das Niveau von 2024 sinken. Im laufenden Jahr waren wegen der Anerkennung von Parkinson als Berufskrankheit 20 Mio. Euro mehr eingeplant worden. Die nötigen Mittel werden aus der Landwirtschaftlichen Krankenversicherung umgeschichtet.

Das Budget für die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) soll im kommenden Jahr mit 907 Mio. Euro gegenüber 2025 unverändert bleiben. Zusammen mit der Kofinanzierung der Bundesländer können für die GAK-Maßnahmen laut dem Haushaltsplan Fördermittel von insgesamt 1,5 Mrd. Euro mobilisiert werden.

Etat für Digitalisierung fast halbiert

Deutlich zurückgenommen werden sollen die Mittel für das Kapitel „Nachhaltigkeit, Forschung und Innovation“, und zwar um 43,4 Mio. Euro auf 335,2 Mio. Euro. So sind für die „zukunftsfähige, umwelt- und ressourcenschonende Landwirtschaft und den ökologischen Landbau“, worunter unter anderem das Bundesprogramm ökologischer Landbau (BÖL) und das Chancenprogramm Höfe zusammengefasst sind, 2026 noch 54,4 Mio. Euro vorgesehen, nach 73,0 Mio. Euro im laufenden Jahr.

Die Mittel für die Digitalisierung in der Landwirtschaft werden laut dem Kabinettsbeschluss um 13,4 Mio. Euro auf 14,1 Mio. Euro eingedampft, die Gelder für das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe um 9,3 Mio. Euro auf 70,9 Mio. Euro und die Gelder für das Bundesprogramm Nutztierhaltung um 5,8 Mio. Euro auf 10,0 Mio. Euro. Dagegen soll das Budget für die Entwicklung und Markteinführung einer verpflichtenden Tierhaltungskennzeichnung um 900.000 Euro auf 3,8 Mio. Euro zulegen.


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