Magazin Landtechnik

Bucher :

Nachlassende Nachfrage nach Landtechnik

Der Auftragseingang von Bucher Industries lag 2019 unter dem sehr hohen Vorjahresniveau. Die drei grössten Divisionen verzeichneten einen Rückgang. Die Entwicklung bei Kuhn Group war insbesondere durch die schwierige Lage der landwirtschaftlichen Produzenten in den USA beeinträchtigt.

Bucher: Nachlassende Nachfrage nach Landtechnik

Die Nachfrage nach Kuhn-Maschinen verlief in Westeuropa im Bereich der Milch- und Viehwirtschaft zufriedenstellend.

Das Jahr 2019 war für Bucher Industries geprägt von einem herausfordernden Marktumfeld. Insgesamt nahm die Nachfrage auf sehr hohem Niveau ab. Dank des ausserordentlich hohen Auftragsbestands zu Beginn des Berichtsjahrs sowie einem deutlichen Anstieg bei Bucher Emhart Glass wuchs der Umsatz gegenüber dem sehr starken Vorjahr noch einmal leicht. Der Konzern erwartet, dass der Betriebsgewinn im Berichtsjahr den guten Wert von 2018 nicht ganz erreichen wird. Das Konzernergebnis dürfte auf dem Niveau des Vorjahrs zu liegen kommen.

Der Auftragseingang lag 2019 unter dem sehr hohen Vorjahresniveau. Die drei grössten Divisionen verzeichneten einen Rückgang:

  • Die Entwicklung bei Kuhn Group war insbesondere durch die schwierige Lage der landwirtschaftlichen Produzenten in den USA beeinträchtigt.
  • Bei Bucher Municipal verzeichneten alle Produktgruppen mit Ausnahme der Winterdienstgeräte einen Rückgang.
  • Der Auftragseingang von Bucher Hydraulics ging in praktisch allen Märkten und Segmenten zurück.
  • Erneut positiv entwickelte sich der Auftrags­eingang bei Bucher Emhart Glass und Bucher Specials. Dank des ausserordentlich hohen Auftragsbestands zu Beginn des Berichtsjahres und einer guten Lieferfähigkeit stieg der Konzernumsatz nochmals leicht an und erreichte einen neuen Höchstwert.

In den USA waren die Nettoeinkommen vor allem der kleinen und mittelgrossen landwirtschaftlichen Produzenten weiter unter Druck, wodurch sich die Konsolidierung der Betriebe beschleunigte. Hauptgründe hierfür waren die geringere chinesische Nachfrage nach US-Agrarerzeugnissen wegen der im Zuge des Handelsstreits eingeführten Zölle sowie reduzierte Ernten infolge extremer Wetterereignisse. Die Division führte an ihren beiden US-Produktionsstandorten phasenweise Kurzarbeit ein.

In Westeuropa verlief die Nachfrage im Bereich der Milch- und Viehwirtschaft zufriedenstellend. Positive Impulse kamen dabei aus Frankreich und Polen. Auf dem brasilianischen Markt verzeichnete die Division eine gute Entwicklung. Insgesamt gingen in diesem gemischten, aber zunehmend anspruchsvollen Umfeld Auftragseingang und Umsatz von Kuhn Group zurück. Die Betriebs­gewinnmarge dürfte für 2019 leicht unter dem Vorjahreswert zu liegen kommen, da die Effizienzsteigerungen in Europa und Brasilien sowie die höheren Preise in Europa nicht ausreichten, um die schwierige Lage im nordamerikanischen Markt auszugleichen.


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