Magazin Branche

Bucher Industries :

19 Prozent mehr Umsatz im ersten Halbjahr

Gute Milch- und Fleischpreise wirkten sich positiv auf den Markt für Heu- und Futterernte sowie Fütterungs­technik aus.

Bucher Industries: 19 Prozent mehr Umsatz im ersten Halbjahr

Das Kuhn-Geschäft mit Technik für die Futterernte lief 2018 gut.

Im ersten Halbjahr 2018 verbesserte sich der Auftragseingang von Bucher Industries im Vergleich zur Vorjahresperiode um 20 %. Alle Divisionen leisteten hierzu ihren Beitrag. Der Konzernumsatz stieg um 19 % auf umgerechnet rund 1,28 Mrd. Euro an. Das Betriebsergebnis (EBITDA) erreichte 12,1 % des Nettoumsatzes. Zu dem Erfolg habe laut Konzern eine großteils günstige Wirtschaftslage geführt. Im Verlauf des ersten Halbjahres führten die politischen Spannungen zwischen den USA und China und die angekündigten Strafzölle zu Unsicherheiten über die zukünftige Entwicklung der ohnehin schon tiefen Einkommen der amerikanischen Landwirte. Dies hemmte in der Folge ihre Bereitschaft zu investieren. Der Markt für Kommunalfahrzeuge zog in Europa und insbesondere in den wichtigen Märkten Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Russland stark an. Die außergewöhnlich hohe Nachfrage nach hydraulischen Lösungen setzte sich im ersten Halbjahr 2018 fort.

Die gute Lage wirkte sich auch auf das Geschäft der Bucher-Tochter Kuhn positiv aus. Der Nettoumsatz der Kuhn-Gruppe vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2018 erreichte mit 5.455 Mitarbeitern 578,6 Mio. Euro (gegenüber 549,6 Mio. Euro am 30. Juni 2017). Der Auftragseingang lag mit rund 386 Mio. Euro um 13 % über dem Vorjahr. Ende 2017 wie auch Anfang 2018 präsentierte sich der Markt für Landtechnik positiv. Die Investitionsbereitschaft der Landwirte verringerte sich in den USA jedoch spürbar, als das nasse Wetter im Frühling den Saisonbeginn verzögerte, der Milchpreis abrupt sank sowie der Handelsdisput zwischen den USA und China ausbrach. Der Ackerbausektor in Nordamerika litt weiterhin unter den hohen Getreidelagerbeständen infolge der guten Ernten der letzten Jahre. Dies belastete die Getreidepreise. In Brasilien dämpften die anstehenden Wahlen im Oktober und die Unsicherheiten bezüglich der Subventionsprogramme die Investitionsbereitschaft der Landwirte.

Hingegen sorgte das gute Preisniveau in der Milch- und Viehwirtschaft in Westeuropa für positive landwirtschaftliche Einkommen und kurbelte die Nachfrage nach Maschinen für die Heu- und Futterernte sowie Fütterungstechnik an. Die Nachfrage in Russland und der Ukraine ließ nach. Zudem war Kuhn Group von den weiter steigenden Preisen für Material, Komponenten und Logistikdienstleistungen betroffen.


Diesen Artikel bewerten

Diskutieren Sie mit

blog comments powered by Disqus