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Bridgestone :

Reiff Reifen und Autotechnik übernommen

Alle 42 Standorte und 554 Arbeitsplätze bleiben erhalten

Das größte Unternehmen der insolventen deutschen Fintyre-Gruppe steht vor der Rettung. „Wir haben einen Investor für die Reiff Reifen und Autotechnik GmbH gefunden und stehen auch in aussichtsreichen Verhandlungen mit Interessenten für weitere Betriebe der Gruppe“, teilte Insolvenzverwalter Miguel Grosser von der Kanzlei Jaffé Rechtsanwälte Insolvenzverwalter am Montag dieser Woche mit.

Konkret will Reifenhersteller Bridgestone alle 42 Standorte von Reiff Reifen und Autotechnik, die unter den Marken Reiff, Netto und ABS ihre Leistungen anbieten, sowie das Runderneuerungswerk in Reutlingen übernehmen. Damit werden auch die insgesamt 554 Arbeitsplätze in diesen Betrieben erhalten. Ein entsprechender Kaufvertrag wurde jetzt unterzeichnet, der Vollzug steht jedoch unter anderem noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden.

Die deutschen Fintyre-Gesellschaften hatten Anfang Februar 2020 Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung gestellt. Die Gruppe, die auf den Groß- und Einzelhandel mit Autozubehör und Reifen sowie das Anbieten von Serviceleistungen im Zusammenhang damit spezialisiert war, beschäftigte insgesamt über 1.300 Arbeitnehmer und erzielte einen Gruppenumsatz von rund 1 Mrd. Euro.

Bridgestone konzentriert sich in den letzten Jahren auf die Erfahrungen im Einzelhandel mit Übernahmen und Joint Ventures in Frankreich, Deutschland, Spanien und Großbritannien. Das Einzelhandelsnetzwerk und die Partnerschaften umfassen europaweit führende Namen wie Ayme, First Stop, pitstop.de, PPG Pneuhage Partners Group und Speedy.