Magazin on track – das Magazin 2017/2018

:

Bewerbung: Vorsicht vor Tippfehlern und Fangfragen

Personalchefs wollen mit der Bewerbung und dem anschließenden Vorstellungsgespräch den idealen Angestellten aus der Masse der Bewerber herausfiltern. Vor und während des Vorstellungsgesprächs stellen sie unsichtbare Fallen auf, denen es elegant auszuweichen gilt, berichtet das Onlineportal www.ingenieurkarriere.de.

Der Auswahlprozess der Personaler beginnt bereits mit den Bewerbungsunterlagen. Hier spielen auch Formalien und vermeintliche Kleinigkeiten eine Rolle. Eine Studie des Job- und Karriere-Blogs „Karrierebibel.de“ sowie der Personalberatung „Alma mater“ hat hierzu 260 Personalverantwortliche befragt. Das Ergebnis: Mehr als einen Tippfehler sollte sich ein Jobkandidat nicht erlauben. Ansonsten landet die Bewerbung bei einem Drittel der Personaler auf dem Absage-Stapel. Als No-Go gilt auch, den Namen des Ansprechpartners falsch zu schreiben.

Auch Drängeln kann falsch ankommen: Die Mehrheit der Personaler empfiehlt eine Wartezeit von mindestens zwei Wochen, nach der man sich nach der Bewerbung erkundigen sollte.

Auch achtet der Personaler von heute mehr und mehr auf die Präsenz der Kandidaten in sozialen Netzwerken wie Facebook, XING oder LinkedIn, und vor allem wie diese gepflegt sind. Sie sollten unbedingt in den Bewerbungsprozess integriert werden und immer aktuell sowie fehlerfrei sein. Das Interesse der Personaler nimmt jedenfalls stetig zu. Und unprofessionelle, fehlerhafte Seiten können zu Recht zum „Abtörner“ werden. Aber auch die Nennung in den Google-Suchergebnissen sowie Blogs spielen für Personaler eine bedeutende Rolle.

Für ein mögliches Vorstellungsgespräch gilt: Je anspruchsvoller die Stelle ist, umso fordernder kann das Gespräch mit dem Personaler werden. Dennoch tauchen einige grundsätzliche Fragen in nahezu allen Jobinterviews so oder so ähnlich auf. In sich schlüssige, durchdachte Antworten auf diese Fragen kommen beim jedem Personaler gut an:

■ Weshalb haben Sie sich bei uns beworben?

■ Welche Schwerpunkte haben Sie im Studium gelegt?

■ Welche Aufgaben haben Sie in Ihrer letzten Tätigkeit ausgeübt?

■ Welches waren Ihre größten beruflichen Erfolge und Misserfolge in den letzten fünf Jahren?

■ Was sind Ihre Schwächen? Wo sehen Sie Ihre Stärken?

■ Wie gehen Sie mit Situationen um, die nicht oder nur schwer lösbar erscheinen?

■ Arbeiten Sie gerne im Team?

■ Was ist für Sie im Leben wichtig?

■ Weshalb könnten Sie ein Gewinn für das Unternehmen sein?

■ Wo möchten Sie beruflich in zehn Jahren stehen?

Diese und andere Fragen werden nie alle auf einmal gestellt. Deswegen lohnt es sich auch nicht, zu jeder Frage akribisch die passende Antwort auswendig zu lernen. Außerdem sollten Sie Standardantworten vermeiden, die zudem noch allgemeine Begriffe wie Flexibilität oder Teamfähigkeit beinhalten. Sie sind austauschbar, werden vom Personaler sofort erkannt und sind höchst unbeliebt bis verhasst.

Als Bewerber sollten Sie dagegen Fragen vermeiden, die sich mit einem Klick auf die Unternehmens-Webseite leicht beantworten ließen. Oder solche, die für den Personaler unangenehm zu beantworten sind, wie etwa: Ist das Betriebsklima im Unternehmen gut? Wie steht es um meine Aufstiegschancen? Als unklug gelten auch Fragen zu Arbeits- und Urlaubszeiten, Gehaltserhöhungen, Vergünstigungen oder Zusatzleistungen. Sie lassen Zweifel an Ihrer tatsächlichen Motivation aufkommen.

Die Frage, ob Sie einen guten Eindruck hinterlassen haben, sollten Sie ebenfalls vermeiden. Das lässt Unsicherheit durchblicken und der Personaler könnte an Ihrem Selbstbewusstsein zweifeln. Das Unternehmen muss vielmehr durch Ihr Auftreten den Eindruck gewinnen, dass es eine einmalige Chance ist, Sie einzustellen. Deswegen zählen auch die grundsätzlichen Dinge, die selbstverständlich sein sollten: Gepflegtes, seriöses Äußeres und ein aufmerksamer, freundlicher Umgang, der zudem Seriosität und Kompetenz ausstrahlt.


Diesen Artikel bewerten

Diskutieren Sie mit

blog comments powered by Disqus