Magazin Wirtschaft

Betrug im Landmaschinenhandel :

Gestohlene Maschine Händlern zur Inzahlungnahme angeboten

Dreiste Betrüger mit neuer Masche in Norddeutschland: Maschinenkauf mit Gebrauchtrücknahme einer geklauten oder gemieteten Maschine

Wie kürzlich bekannt wurde, sind vornehmlich in Norddeutschland Tätergruppen aktiv, die geklaute oder gemietete Landmaschinen beim Kauf einer Gebrauchtmaschinen in Zahlung geben.

So berichtete ein niedersächsischer Händler, dass kürzlich osteuropäische Maschinenankäufer bei ihm einen Gebrauchtschlepper im höheren Leistungssegment erwerben wollten. Im Zuge des Geschäftes sollte die Kaufsumme der Maschine durch die Inzahlungnahme eines jungen Gebrauchten im niedrigen Leistungssegment aufgebracht werden.

Die Ankäufer arbeiteten mit der Legende, dass sie im Auftrag eines osteuropäischen Landwirts die von ihnen zur Inzahlungnahme angebotene Maschine ankauften. Nach dem Kauf teilte ihnen ihr Auftraggeber jedoch mit, dass die niedrige Leistung der Maschine seinen Anforderungen nicht genüge.

Deshalb würden sie nun versuchen, eine den Ansprüchen entsprechende Maschine zu erwerben und diese durch Verkauf des jungen Schleppers zu bezahlen.

Als der zur Rücknahme angebotene Schlepper vorgeführt wurde, erkannte der Händler diese aus dem Verkaufsbestand eines benachbarten Händlers stammende Maschine wieder und schaltete die Polizei ein.

Pierre Büttner von farmpartner-tec, der diesen Fall recherchierte, rät allen Händlern: „Das geschilderte Vorgehen ist kein Einzelfall. Prüfen Sie die Maschinen und deren Papiere beim Ankauf genauestens. Von anderen Händlern oder Landwirten entwendete bzw. gemietete Maschinen sind die Basis dieser Masche.“


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