Magazin Landwirtschaft

Beteiligung an finanzieller Hilfe: :

Bund und Länder geben Dürrehilfen

Rund 10.000 Betriebe infolge der Trockenheit in ihrer Existenz bedroht

Der Bund beteiligt sich an finanziellen Hilfen zugunsten dürregeschädigter Betriebe. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner stellte am 22. August vor Journalisten in Berlin einen Betrag von 150 Mio. Euro bis 170 Mio. Euro in Aussicht, der für ein Bund-Länder-Programm zur Verfügung gestellt werden soll. Voraussetzung dafür ist, dass von Länderseite die gleiche Summe hinzukommt.

Nach Einschätzung der Bundesregierung haben die Folgen der diesjährigen Witterungsereignisse ein nationales Ausmaß erreicht. Damit ist die Voraussetzung für eine Mittelbereitstellung aus dem Bundeshaushalt gegeben.

Gemäß den Meldungen der Länder geht das Bundeslandwirtschaftsministerium von insgesamt rund 10 000 Betrieben aus, die infolge der anhaltenden Trockenperiode in ihrer Existenz bedroht sind. Deren Dürreschäden werden auf rund 680 Mio. Euro veranschlagt. Davon soll die Hälfte zu gleichen Teilen von Bund und Ländern abgedeckt werden.

Als eine Voraussetzung für die Inanspruchnahme von Hilfsgeldern gilt ein Ertragsrückgang in diesem Jahr von 30 % gegenüber dem vorhergehenden Dreijahreszeitraum. Die Existenzgefährdung soll dann betriebsindividuell von den Ländern geprüft werden, denen auch die Abwicklung des Hilfsprogramms obliegen soll. Klöckner kündigte an, der Bund werde noch im September entsprechende Verwaltungsvereinbarungen unterzeichnen. Der Ministerin zufolge haben alle Länder bis auf Rheinland-Pfalz und Saarland signalisiert, ein Hilfsprogramm auflegen zu wollen.

Die Hilfen sollen als verlorene Zuschüsse gewährt werden. Die Länder sollen Abschlagszahlungen gewähren können. Klöckner betonte die besondere Betroffenheit der tierhaltenden Betriebe. Sie werde daher die Länder bitten, deren Anträge vorrangig zu bearbeiten.


Diesen Artikel bewerten

Diskutieren Sie mit

blog comments powered by Disqus