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Umsatzverluste setzen sich fort

Die Transformation kostet den Konzern viele Einnahmen – Im Segment Technik 11,9 % weniger Umsatz

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Der schwer angeschlagene Münchner Agrarhandelskonzern BayWa verzeichnet zwar Sanierungsfortschritte, muss aber noch immer hart um eine erfolgreiche Überwindung seiner Existenzkrise kämpfen. Das zeigen die Zahlen für das erste Geschäftsquartal 2025, die Ende Mai vorgelegt wurden. Der Konzern weist für die ersten drei Monate dieses Jahres einen Gesamtumsatz von rund 4,7 Mrd. Euro aus; gegenüber dem Vorjahresquartal ist das ein Rückgang um etwa 500 Mio. Euro beziehungsweise 9,2 %.

Dieses Minus ist dem Unternehmen zufolge im Wesentlichen auf Sondereffekte im Zuge der laufenden Transformation zurückzuführen. Es seien erste Standorte geschlossen worden, um Kosten zu sparen. Seit Beginn des Transformationsprozesses im vergangenen Jahr seien bereits rund 700 Stellen im Konzern abgebaut worden. Parallel dazu habe man eine gezielte Sortimentsoptimierung mit Fokus auf margenstärkere Produkte eingeleitet.

Für das erste Quartal 2025 meldet die BayWa für seine Geschäftssegmente teils kräftig gesunkene Erlöse. Um 9,8 % auf 615,8 Mio. Euro verringerte sich der Umsatz im Segment Agrar. Hier wirkten sich nach Konzernangaben vor allem geringere Auslieferungsmengen bei Getreide- und Ölsaaten sowie ein schwächeres Betriebsmittelgeschäft aus. Im Segment Technik fiel der Umsatz mit 459,7 Mio. Euro um 11,9 % kleiner aus als im Vorjahreszeitraum. Ausschlaggebend waren nachlassen- de Neumaschinenverkäufe, die durch eine starke Nachfrage im Gebrauchtmaschinenmarkt zumindest teilweise kompensiert werden konnten.

Den Geschäftsbericht für das Jahr 2024 will die BayWa erst im Juli vorlegen. Dass der Konzern tiefrote Zahlen geschrieben hat, zeigt jedoch der Anfang April aktualisierte Entwurf des von der Unternehmensberatung Roland Berger erstellten Sanierungsgutachtens, das dem Bayerischen Rundfunk vorliegt. Laut BR24 hat die BayWa das vergangene Jahr mit einem Minus von 1,203 Mrd. Euro abgeschlossen.

Dem Gutachten zufolge ist das vorläufige Ergebnis für das Geschäftsjahr 2024 nochmals schlechter ausgefallen als ursprünglich angenommen. Dies ist vor allem auf zusätzliche Wertberichtigungen bei der Erneuerbare-Energien-Tochter BayWa r.e. zurückzuführen. Zudem sollen die Zinskosten höher liegen als erwartet. Offenbar musste die BayWa 2024 mehr als 410 Mio. Euro an Banken und sonstige Gläubiger zahlen.

Und 2025 könnte es sogar noch schlimmer kommen; die Sanierer erwarten in ihrem Gutachten für das gesamte Geschäftsjahr einen Fehlbetrag von 1,23 Mrd. Euro. Die Umsätze des Konzerns sollen gegenüber 2024 um mehr als 2,5 Mrd. Euro auf insgesamt 19 Mrd. Euro sinken, ausgelöst durch erste Firmenverkäufe. Negativ dürften sich auch die anhaltend krisenhafte Situation und damit einhergehend eine „Verunsicherung der Kunden“ auswirken.

Eine Besserung - also ein Rückgang der Verluste - ist ab 2026 in Sicht, heißt es laut BR in dem Gutachten. Mit Gewinnen ist sogar erst 2028 wieder zu rechnen. Dann soll der Konzern nach den Prognosen ein positives Ergebnis von rund 490 Mio. Euro erzielen. Um dies zu erreichen, will sich der Konzern von BayWa r.e., dem holländischen Getreidehändler Cefetra sowie dem neuseeländischen Obsthändler T&G trennen. Durch diese Verkäufe sollen die Schulden des Unternehmens um rund 4 Mrd. Euro gesenkt werden.


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