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BayWa :

Bundeskartellamt hat Ermittlungen zur Agrartechnik eingestellt

Untersuchungen zum Handel mit Agrarchemie laufen noch bei mehreren genossenschaftlichen Unternehmen

Das Bundeskartellamt hat seine Untersuchungen im Zusammenhang mit mutmaßlichen wettbewerbsbeschränkenden Absprachen beim Vertrieb von Agrartechnik gegen die BayWa AG eingestellt.

Wie der Münchener Agrarhandels- und Dienstleistungskonzern heute mit Verweis auf eine Mitteilung der Behörde erklärte, wurden die im Januar 2016 eingeleiteten Ermittlungen ohne jede Auflage eingestellt. Auslöser für die Untersuchung war der Verdacht auf Absprachen zwischen mehreren landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaften beim Verkauf von Landmaschinen und Ersatzteilen sowie bei der Abrechnung von Werkstattleistungen gewesen.

Indes sind die im März 2015 gestarteten Kartelluntersuchungen wegen des Verdachts auf verbotene Preisabsprachen zum Handel mit Pflanzenschutzmitteln laut Baywa noch offen. Zum Stand dieser Ermittlungen lägen keine näheren Erkenntnisse vor. Dabei geht es im Einzelnen um Vereinbarungen oder abgestimmte Verhaltensweisen bei der Kalkulation und der Festlegung von Großhandels- und Endverkaufspreisen.

Im Fokus dieser Untersuchungen stehen weitere deutsche Agrarhandelsunternehmen, darunter die Agravis Raiffeisen AG und die Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main (RWZ). Auch der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) ist betroffen.


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