Magazin Wirtschaft

Bayer AG :

USA: Übernahme von Monsanto genehmigt

Das Justizministerium der Vereinigten Staaten (DOJ) hat grünes Licht für den Verkauf des US-Konzerns Monsanto an die Bayer AG gegeben. Zur Auflage machten die Wettbewerbshüter des DOJ die Ausgliederung von Geschäftsbereichen im Gesamtwert von gut 9 Mrd. $. Die Pläne, die entsprechenden Sparten an die BASF abzutreten, würden „sämtliche horizontalen und vertikalen Wettbewerbsbedenken ausräumen“, stellte die Washingtoner Kartellbehörde vergangene Woche bei der Verkündung der Entscheidung fest. Der Bayer-Vorstandsvorsitzende Werner Baumann erklärte, mit der Freigabe aus den USA stehe der Konzern kurz vor dem Ziel, ein führendes Unternehmen der Agrarwirtschaft zu schaffen. Man wolle Landwirten in aller Welt helfen, mehr und bessere Nahrungsmittel nachhaltiger zu produzieren. Unternehmensangaben zufolge liegen mittlerweile fast alle notwendigen Genehmigungen für die Übernahme vor, mit den noch ausstehenden sei „in Kürze“ zu rechnen. Gemäß den Auflagen des DOJ könne die Integration von Monsanto in den Bayer-Konzern erfolgen, sobald BASF den Erwerb der auszugliedernden Geschäftsbereiche vollzogen habe. Damit werde in etwa zwei Monaten gerechnet.

Laut dem DOJ muss Bayer sich von den Sparten trennen, die derzeit in direktem Wettbewerb mit Monsanto stehen. Neben dem Geschäft mit dem Herbizid „Liberty“, das mit Monsantos Glyphosat-basiertem Produkt „Roundup“ konkurriere, seien das die Bereiche Baumwolle, Raps, Soja und Gemüsesaatgut. Um eine marktbeherrschende Position nach der Übernahme zu verhindern, seien zudem strukturelle Entflechtungen, etwa in den Bereichen Saatgutbehandlung sowie Forschung und Entwicklung, Teil der Auflagen.


Diesen Artikel bewerten

Diskutieren Sie mit

blog comments powered by Disqus