Arbos/Goldoni:

Noch keine Einigung in Sicht

Verhandlungen mit Gläubigern gestalten sich schwierig

Der italienische Fernsehsender Telereggio meldet eine neue Entwicklung rund um das Arbos Entwicklungszentrum im norditalienischen Migliarina (Reggio Emilia).

Der italienische Traktorenhersteller Goldoni S.p.A. mit Sitz in Migliarina di Carpi hatte im Februar einen Vergleich beantragt. Das Gericht in Modena setzte einen Vergleichsverwalter ein. Im Jahr 2016 hatte die Arbos Group S.p.a., eine Gesellschaft des chinesischen Landmaschinenherstellers Foton Lovol, den Kompakttraktorenbauer übernommen. Die Gesellschafter investierten eigenen Angaben nach über 100 Mio. Euro in neue Produkte, ein Entwicklungszentrum und die Montage. Nach Verlusten in den Jahren 2018 und 2019 folgte im Februar der Schritt zum Vergleich. Goldoni beschäftigte 240 Mitarbeitende. Aktuell sind sie ohne Arbeit und hoffen nun auf eine weitergehende Lösung. Sie werden von Gewerkschaftern und Kommunalpolitikern der Region mit Verhandlungen in den Ministerien in Rom unterstützt.

Wie Telereggio aktuell meldet, informierte die Lovol-Gruppe nun das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung über den Start eines Vergleichsverfahrens mit den Gläubigern des Arbos Forschungs- und Entwicklungsunternehmens mit 40 Mitarbeitern und Sitz in Migliarina di Carpi. Das Werk in Migliarina di Carpi ist davon nicht betroffen. Lovol hat mitgeteilt, dass die Gruppe einen Einigungsvorschlag vorlegen wird.

Darüber hinaus hat die chinesische Gruppe Chris Dixon als neuen Ansprechpartner ernannt, der den Vorsitz von Arbos und in Kürze auch den der Tochtergesellschaft Goldoni übernehmen soll.

„Die Lovol-Gruppe soll die wirtschaftlichen Probleme selbst lösen, die Marke Goldoni befreien und Investoren die Möglichkeit geben, in ein Unternehmen einzusteigen, das sicherlich auf dem internationalen Markt wiederbelebt werden kann“, lautet die Forderung des Bürgermeisters von Rio Saliceto, Lucio Malavasi.

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