Magazin Landtechnik

Agravis :

„Wir brauchen in der EU einheitliche Zulassungsbestimmungen“

Die Agravis in Meppen nutzte die Gelegenheit beim Besuch von CDU-Politikern, um auf Probleme bei der Gebrauchtmaschinenvermarktung hinzuweisen.

Agravis: „Wir brauchen in der EU einheitliche Zulassungsbestimmungen“

Tauschten sich über die Vor- und Nachteile der EU aus: Der Landtagsabgeordnete Bernd-Carsten Hiebing (2. v. li.), der Europaabgeordnete Jens Gieseke (3. v. li.) und die Geschäftsführung der Agravis Technik Center GmbH.

Trotz des europäischen Binnenmarkts gibt es viele Herausforderungen bei der Gebrauchtmaschinenvermarktung. „Wir bringen vermarkten Maschinen aus dem regionalen Markt international. Ein Traktor, der in Deutschland zugelassen ist, muss eigentlich automatisch auch in Frankreich zugelassen sein. Dennoch erleben wir es oft, dass die Zulassungsbedingungen in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich sind und wir neue Zulassungen manchmal teuer kaufen müssen“, erklärte Guido Ottens, Geschäftsführer der Agravis Technik Center GmbH aus Meppen anlässlich eines Besuchs von CDU-Politikern. Der Europaabgeordnete Jens Gieseke (CDU, Sögel) und der Landtagsabgeordnete Bernd-Carsten Hiebing (CDU, Haren) waren kürzlich zu Gast bei der Agravis in Meppen.

Die Agravis Technik Center GmbH ist innerhalb der Agravis-Gruppe für die Vermarktung von Gebrauchtmaschinen zuständig. Mehr als die Hälfte des Umsatzes erwirtschaftet sie im Export, über 90 Prozent davon im europäischen Markt. Agravis in Meppen bereitet gebrauchte Landmaschinen optisch und technisch auf und verkauft oder vermietet diese weiter.

Jens Gieseke kritisierte die unterschiedlichen Zulassungsbedingungen scharf. Für Bernd-Carsten Hiebing ist klar: „Der europäische Binnenmarkt ist enorm wichtig. Vor allem die mittelständischen Unternehmen in der Region profitieren davon. Für sie ist es entscheidend, dass der gemeinsame Markt reibungslos funktioniert.“

Daneben gebe es laut Ottens vor allem Probleme mit Finanzierungsregelungen und der neuen Datenschutzgrundverordnung. „Leider hat der deutsche Gesetzgeber nicht den gesamten Spielraum genutzt, den die europäische Regelung ihm gewährt. Da haben die Österreicher eine bessere Lösung gefunden“, sagt Jens Gieseke mit Blick auf die Datenschutzgrundverordnung. Beide Abgeordneten gaben zu, dass es bei der aktuellen Verordnung noch Nachbesserungsbedarf gebe.

Gleichzeitig weist der Europaabgeordnete aber auch auf den Wert der EU für das Unternehmen hin: „Ein Unternehmen, das so stark vom gesamteuropäischen Markt profitiert, sollte vor allen Dingen die positiven Seiten im Blick haben.“ Diese Aussage bekräftigt auch Ottens: „Europa ist für die Gebrauchtmaschinenvermarktung sehr wichtig. Die EU sorgt für unser täglich Brot.“




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