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Agravis :

Geschäftsführung sieht viel Veränderungsbedarf

Andreas Rickmers: Konsolidierung in den Agrarmärkten lasse nur wenige Player übrig

Der Vorstandsvorsitzende der Agravis Raiffeisen AG, Andreas Rickmers, sieht den Konzern „am Beginn einer Reise, die viel Zusatzeinsatz und Veränderungsbereitschaft verlangt“. Wie Rickmers bei der Hauptversammlung des Agrarhandels- und Dienstleistungsunternehmens in Bockenem mit Blick auf das im vergangenen Jahr gestartete Strategieprogramm „Hanse“ erklärte, setzt man damit auf ambitionierte Wachstumsziele, die deutlich über die aktuellen Umsatz- und Renditeziele der Mittelfristplanung hinausgingen. Außerdem stehe „Hanse“ für eine konsequente Kundenorientierung. Das Konzept setze klare Rahmenbedingungen, die nun weiter erarbeitet werden müssten. Rickmers unterstrich, dass am Ende des Konsolidierungsprozesses in den Agrarmärkten nur eine Handvoll leistungsstarker Anbieter das Agrargeschäft in Deutschland bestimmen würden.

Die Notwendigkeit der Kurserneuerung machte der Vorstandsvorsitzende auch an den bereits Ende März veröffentlichten Geschäftszahlen für 2017 deutlich: „Ich bin mit unserem Ergebnis von 25,3 Mio. Euro vor Steuern nicht zufrieden“, sagte Rickmers. Dieses Ergebnis sei zwar vor allem durch Einmal-Belastungen zustande gekommen; trotzdem habe das Unternehmen damit seine Ziele für 2017 nicht erreicht.

Für 2018 bestätigten Rickmers und Agravis-Finanzvorstand Jo- hannes Schulte-Althoff ihre bisherigen Zielsetzungen. Angepeilt würden ein Umsatz von 6,5 Mrd. Euro, eine Bilanzsumme von 1,9 Mrd. Euro und ein Ergebnis vor Steuern von 42 Mio. Euro. Mit Stand von Ende April sei bisher ein Erlös auf dem Vorjahresniveau von 2,1 Mrd. Euro erreicht worden; beim Ergebnis vor Steuern sei der Vorjahreswert mit 13,1 Mio. Euro geringfügig übertroffen worden.


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