Magazin Landwirtschaft

Agrarpolitik :

CDU/CSU: Datenhoheit der „digitalen Feldfrüchte“ soll beim Landwirt bleiben

CDU/CSU-Bundestagsfraktion beschließt Antrag mit dem Titel „Smart Farming – Potentiale digitaler Agrarwirtschaft zwischen Feld und Stall“

Die Notwendigkeit geeigneter rechtlicher Rahmenbedingungen für den Einsatz digitaler Technologien in der Landwirtschaft betont die CDU/CSU-Bundestagsfraktion in einem kürzlich beschlossenen Antrag mit dem Titel „Smart Farming – Potentiale digitaler Agrarwirtschaft zwischen Feld und Stall“. Darin wird gefordert, dass die Landwirte über die Datenhoheit ihrer „digitalen Feldfrüchte“ verfügen müssten.

Die Entscheidung, die produzierten Daten zur Analyse und Auswertung an Dritte weiterzugeben, habe bei dem jeweiligen Landwirt zu verbleiben, heißt es in dem Papier. Dadurch werde die Zustimmung des Landwirtes auch zur Verwendung dieser Daten für Kontrollen durch die Agrar- oder Fachverwaltungen eine notwendige Bedingung. Auf diese Weise könne die Akzeptanz der Digitalisierung unter den Landwirten weiter gesteigert werden.

Als wesentliche Grundlage für einen Ausbau der digitalisierten Landwirtschaft nennt die Union die flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet. Für den Ausbau der dazu erforderlichen digitalen Infrastruktur im ländlichen Raum müssten weiter starke Anreize gesetzt und die Rahmenbedingungen für privat-wirtschaftliche Investitionen weiterentwickelt werden. Die konsequente Erhöhung der Übertragungsgeschwindigkeiten, beispielsweise durch Glasfasernetze und die Umsetzung eines 5G-Netzes im ländlichen Raum, seien wesentliche Voraussetzungen für Smart Farming, so die Unionsfraktion.