Magazin Wirtschaft

Agrarinvestitionsförderung :

Deutlich weniger Anträge

Einen spürbaren Rückgang der Anträge nach dem Agrarinvestitionsförderungsprogramm (AFP) verzeichnen die Landgesellschaften für das vergangene Jahr. Wie aus dem Tätigkeitsbericht des Bundesverbandes der gemeinnützigen Landgesellschaften (BLG) hervorgeht, wurden 2017 von den Landgesellschaften insgesamt 215 neue AFP-Förderanträge vorgelegt; das waren knapp 30 % weniger als im Jahr davor. Mit rund 60 % überwogen 2017 die AFP-Anträge auf Premiumförderung. Dies entspricht in etwa dem Prozentsatz bei Milchviehställen, die traditionell den Schwerpunkt bei der Investitionsförderung bilden. Allerdings ist die Tendenz der Anträge im Milchviehbereich rückläufig. Das durchschnittliche förderfähige Investitionsvolumen ist 2017 in den meisten Ländern in etwa konstant geblieben, lediglich in Bayern gab es einen deutlichen Rückgang. Dennoch bildet der Freistaat nach wie vor den Schwerpunkt bei der AFP-Förderung. Mehr als die Hälfte der von den neun Landgesellschaften in Deutschland bearbeiteten AFP-Anträge entfiel 2017 auf die dortige BBV LandSiedlung. Mit 122 Anträgen hat sich deren Zahl gegenüber dem Vorjahr allerdings beinahe halbiert.

Der BLG macht vor allem die Nachwirkungen der Milchpreiskrise für den Rückgang bei den Förderanträgen im Stallbau verantwortlich. Daneben dämpften Unsicherheiten in Bezug auf Haltungsverfahren die Investitionsbereitschaft.


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