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Die faire Nutzung unterstützen

Uni Osnabrück: Rechtswissenschaftliches Projekt hilft Herstellern und Nutzern smarter Landmaschinen

Agrardaten: Die faire Nutzung  unterstützen

Beim Einsatz smarter Landmaschinen entstehen unzählige Daten. Für deren faire Nutzung soll ein neues Projekt sorgen.

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Durch den Einsatz von unzähligen Sensoren in Landmaschinen, die insbesondere für die Nutzung von Künstlicher Intelligenz erforderlich sind, entsteht eine Fülle an Daten. Das Projekt „AgriData-Observatory“ an der Forschungsstelle Recht und Datenökonomie der Universität Osnabrück beschäftigt sich mit der fairen und effizienten Nutzung dieser Daten. Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) fördert das Projekt mit 280.000 Euro.

Zum Hintergrund: Ab 12. September 2025 erhalten Landwirte ein geregeltes Zugangsrecht zu bestimmten von ihren smarten Maschinen generierten Daten, die während des Einsatzes auf Feldern und Wiesen erhoben werden. Darunter fallen unter anderem Kraftstoffverbrauch, Fahrgeschwindigkeit oder das Gewicht von ausgebrachten und geernteten Mengen. Geregelt wird dies durch die neue EU-Datenverordnung (Data Act). Um Herstellern und Nutzern von smarten Landmaschinen die Umsetzung der Verordnung zu erleichtern, hat die Universität Osnabrück im Auftrag BMLEH eine Kurzinformation entwickelt. Darin werden die wesentlichen Inhalte der Datenverordnung zusammengefasst. Zugleich helfen die mit Unterstützung der Universität Osnabrück entwickelten Musterbedingungen des Bundesministeriums den Herstellern, ihre Verträge mit den Nutzern in Einklang mit dem Data Act zu bringen.

„Unser Ziel ist es, Landwirte und Hersteller von smarten Landmaschinen dabei zu unterstützen, die neuen Anforderungen für einen fairen Ausgleich der Interessen bei der Nutzung dieser Daten zu erfüllen“, so der Osnabrücker Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke, der mit seiner Kollegin Prof. Dr. Mary-Rose McGuire das Projekt leitet. Dabei werde die Vertragspraxis im Agrarsektor systematisch beobachtet, um den aktuellen Status quo der Vertragsketten über Daten von smarten Landmaschinen zu ermitteln, fügt Prof. McGuire hinzu. Außerdem wird die Einführung der BMELH-Musterbedingungen begleitet, wobei erfasst wird, wer diese nutzt und in welchem Umfang. Auf dieser Grundlage identifizieren die Wissenschaftler Best Practices, um herauszufinden, welche Klauseln und Anwendungen sich als effektiv und effizient erweisen. Schließlich wird die Weiterentwicklung der BMELH-Musterbedingungen gefördert, damit die Vertragspraxis von den Ergebnissen der Forschung profitieren kann.

„Durch die Betrachtung der Vertragspraxis, die Identifizierung und Zusammenstellung von Best Practices und die Adaption der Musterbedingungen leistet das Forschungsvorhaben einen wesentlichen Beitrag zu einem fairen Datenaustausch in der Landwirtschaft“, so das Bundeslandwirtschaftsministerium. Interessierte sind dazu eingeladen, am Projekt mitzuwirken.

Weitere Informationen zum Projekt unter


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