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Agram-Gruppe :

Neuer Eigentümer ist US-Konzern Titan Machinery

Traditionsreiches Unternehmen wird durch einen der weltweit größten Landmaschinenhändler übernommen und firmiert zukünftig als Titan Machinery Deutschland GmbH und berichtet an die Europazentrale des Case IH-Dealers in Wien

Agram-Gruppe: Neuer Eigentümer ist US-Konzern Titan Machinery

Christian Reinert, Director Legal & HR Europe Titan Machinery; Petrick Gaens, Geschäftsführer und Gesellschafter Agram; Wolfgang Locke, Geschäftsführer und Gesellschafter; Christian Mitterdorfer, Vice-President Europe Titan Machinery freuen sich über die getroffene Vereinbarung.

Dr. Enrico Sieber (Foto) leitet die Agram-Geschäfte gemeinsam mit Christian Mittendorfer.

Dr. Enrico Sieber (Foto) leitet die Agram-Geschäfte gemeinsam mit Christian Mittendorfer.

Bei ihrem altersbedingten Rückzug aus dem operativen Geschäft haben die Firmengründer der Agram-Gruppe, Petrick Gaens und Wolfgang Locke, unter Begleitung des Hauptlieferanten Case IH eine Nachfolgeregelung getroffen. Hierbei werden die Mitarbeiter, die Standorte und das Gebiet von Agram vollständig von Titan Machinery übernommen.

Unter dem Dach des weltweit größten Case IH-Händlers Titan Machinery mit derzeit rund 2.100 Mitarbeitern und 1 Mrd. Euro Umsatz werden die bisherigen Agram-Standorte inklusive ihrer Schwestergesellschaft in Rollwitz (Mecklenburg-Vorpommern) sowie den Niederlassungen in Altranft (Brandenburg) und Gützkow (Vorpommern) nun als Titan Machinery Deutschland GmbH fortgeführt.

Nach der Gründung im Juni 1990 in Rammenau hat die Agram-Gruppe seit 1997 ihren Hauptsitz in Burkau. Von Beginn an pflegte man die Partnerschaft mit Case IH und blickte zum 25-jährigen Firmenjubiläum im Jahr 2015 bereits auf mehr als 2.000 verkaufte Traktoren sowie über 350 verkaufte Mähdrescher zurück. Der Jahresumsatz liegt bei 25 Mio. Euro.

Die beiden Firmengründer Petrick Gaens und Wolfgang Locke haben die Agram zu einem Unternehmen entwickelt, das sich mit heute 80 Mitarbeitern an vier Standorten auch im Servicebereich einen hervorragenden Ruf erworben hat. Dr. Enrico Sieber ist seit 2015 das dritte Mitglied der Geschäftsführung bei Agram. Gemeinsam mit den oben genannten Gründern hat er auf die Nachfolgeregelung und die Übernahme durch Titan Machinery hingearbeitet, die von Case IH als Hauptlieferant, wie es in der Pressemitteilung des Unternehmens heißt, begrüßt und von Beginn an begleitet wurde.

Titan Machinery Inc., 1980 in Fargo, North Dakota, gegründet und an der New Yorker Börse (NASDAQ: TITN) notiert, ist einer der größten Landmaschinenhändler weltweit und hat im Jahr 2017 mehr als 3.000 Case IH Maschinen verkauft, davon rund 1.000 in Europa. In den Vereinigten Staaten unterhält das Unternehmen derzeit 74 Niederlassungen, 23 weitere Standorte werden von der Europa-Zentrale in Wien aus geführt und betreuen Kunden in Deutschland, Bulgarien, Rumänien, Serbien und der Ukraine. „Als Titan Machinery Deutschland GmbH übernehmen wir alle Standorte und Mitarbeiter der Agram, investieren in das Vertriebsnetz und setzen auf weiteres Wachstum. Unser Ziel ist es, das in der Vergangenheit erreichte exzellente Niveau bei Kundennähe und Kundendienst beizubehalten und weiter auszubauen. Dabei liegt unser Fokus auf dem vertrauensvollen Miteinander, das Agram mit Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern in der Vergangenheit aufgebaut hat“, betont Christian Mitterdorfer, Vice-President Europe von Titan Machinery, der gemeinsam mit Dr. Enrico Sieber die Geschäftsleitung der Titan Machinery Deutschland GmbH mit Sitz in Burkau übernimmt.

Die Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer der Agram-Unternehmensgruppe, Wolfgang Locke und Petrick Gaens, die in den Ruhestand gehen, übergeben ein hervorragend aufgestelltes Unternehmen. „Uns ist es besonders wichtig, dass Agram mit seinen Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten nach 28 Jahren weiter in den Händen von Branchenexperten bleibt, die wie wir mit Herzblut und Energie bei der Sache sind“, sagte Wolfgang Locke. Nach dem Umbruch 1989/90 habe niemand vorhersehen können, wie sich die Landwirtschaft in Ostdeutschland entwickeln würde. Heute zählt sie zu den Erfolgsgeschichten der Region. „Wir sind auch ein wenig stolz darauf, dass wir dazu beitragen durften“, so Petrick Gaens. „Wir danken unseren Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten für die exzellente Zusammenarbeit und wünschen ihnen alles Gute.“


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