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AGCO :

Landtechniker rutscht ins Minus

Höhere Garantiekosten bei neuen Produkten, schwache Märkte in den Regionen und negative Währungseinflüsse führen zu einem Umsatzrückgang von drei Prozent im vierten Quartal

AGCO: Landtechniker rutscht ins Minus

Martin Richenhagen.

Der Mutterkonzern von Landtechnik-Marken wie Fendt, Valtra oder Massey-Ferguson musste im letzten Quartal des vergangenen Jahres einen Umsatzrückgang von drei Prozent verbuchen. Überraschend hohe Absatzeinbrüche vor allem im südamerikanischen Markt (minus 20 %) sowie im Raum Asien/Pazifik (minus 13,3 %) zogen damit auch den Gesamtjahresumsatz des US-Konzerns ins Minus. Mit 9,04 Milliarden Dollar standen 3,3 Prozent weniger Umsatz als 2018 zu Buche.

Schmerzhafter für das Unternehmen und seine Aktionäre ist die Gewinnentwicklung zum Jahressende hin. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum fiel der Gewinn je Aktie um 28 Prozent auf 0,94 Dollar, in Q4 2018 waren es noch 1,31 Dollar je Anteilsschein. Auf das Gesamtjahr gesehen hat sich der ausgewiesene Gewinn von AGCO damit deutlich auf 122,8 Millionen Dollar reduziert, zwölf Monate vorher betrug der Gewinn noch 283,7 Millionen Dollar.

AGCO-Chef Martin Richenhagen machte neben den schwachen Märkten in den Regionen auch noch andere Ursachen für den Gewinneinbruch verantwortlich. So seien etwa bei neuen Produkten deutlich höhere Garantiekosten als geplant angefallen, dazu belastete ein höherer Aufwand für Rationalisierungen im Bereich Erntegeräte als vorgesehen und schließlich hätte auch noch negative Währungseinflüsse die Ergebnisse deutlich gedrückt.

Mit 2,2 Milliarden Dollar lieferte der nordamerikanische Markt übers Gesamtjahr 0,9 Prozent weniger Umsatz, die Umsätze in Südamerika sanken um 11,1 Prozent auf 802,2 Millionen Dollar. Europa und der Mittlere Osten lieferten mit 5,33 Milliarden Dollar 4,4 Prozent mehr Umsatz ab, wobei die gestiegen Verkäufe in Frankreich, Deutschland und Italien von den schlechten Ergebnissen in Großbritannien und Osteuropa beeinträchtigt wurden. Die Regionen Asien/Pazifik und Afrika verzeichneten ebenfalls sinkende Umsätze, 718,6 Millionen Dollar entsprechen einem Minus von 8,9 Prozent.

Für das Jahr 2020 erwartet der Konzern nun rund 9,2 Milliarden Dollar Umsatz. Und bessere Margen sowie Kostensenkungen bei der Herstellung sollen wieder für bessere Gewinne sorgen, angepeilt werden 5,0 bis 5,20 Dollar je Aktie.


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