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Agco :

Geschäfte gehen im ersten Quartal zurück

Hersteller schließt den Jahresanfang mit einem Umsatzminus von 3,4 Prozent ab

Agco meldet für das erste Quartal 2020 einen Nettoumsatz von rund 1,76 Milliarden Euro (1,9 Mrd. US-Dollar). Dies entspricht einem Rückgang von 3,4 Prozent gegenüber den ersten drei Monaten in 2019. Unter Berücksichtigung ungünstiger Währungseffekte von ca. 3,6 Prozent stieg der Nettoumsatz im ersten Quartal 2020 im Vergleich um ca. 0,2 Prozent. Die insgesamt leicht rückläufige Entwicklung beobachtet das Unternehmen in fast allen Märkten: So verlor Agco in der Regionen Europa/Nahost (EME) 8 Prozent auf 1,03 Milliarden Euro (1,113 Mrd. US-Dollar), in Asien/Pazifik/Afrika (APA) 17,8 Prozent auf 100 Mio. Euro (109 Mio. US Dollar) und in Südamerika 1,4 Prozent auf 142,3 Mio. Euro (153,9 Mio. US Dollar). Hingegen legte der Umsatz in Nordamerika um 11,2 Prozent auf 510,3 Mio. Euro (551,9 Mio. US-Dollar) zu. Die um die Währungseffekte bereinigten Umsätze sehen etwas positiver aus: EME verliert 4,7 Prozent, APA 13,4 Prozent. Nordamerika verzeichnet ein Plus von 11,7 Prozent. Die stärksten Effekte sind in Südamerika zu spüren. Der leichte Rückgang von 1,4 Prozent veränderte sich durch die währungsbereinigte Betrachtung zu einem Plus von 13,8 Prozent. Die Marge entwickelte sich positiv in der Region EME (+9,2 Prozent) und Nordamerika (+11,0 Prozent). Südamerika verliert -5,7 Prozent, der Markt APA -1,2 Prozent.

Der Nettoumsatz von Agco in Europa/Nahost ging in den ersten drei Monaten des Jahres 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,7 Prozent zurück, wobei ungünstige Währungsumrechnungseffekte unberücksichtigt bleiben.

Durch die Einstufung als systemrelevantes Unternehmen konnte Agco in den meisten Werken den Betrieb fortführen. Die Produktion wurde jedoch durch fehlende Komponentenlieferungen stark beeinträchtigt. Dies zeigte sich insbesondere Ende März und während des gesamten April, was sich direkt auf das Umsatzniveau auswirkte.

Die betroffenen Werke nahmen zu Ende April die Produktion wieder auf, so dass bis auf eine Ausnahme alle Werke wieder fertigen. Allerdings weist das Unternehmen darauf hin, dass das Fortführen einer Vollzeitproduktion aufgrund potenzieller Einschränkungen in der Versorgungskette, Personalbeschränkungen, der Verfügbarkeit von Sicherheitsausrüstung und staatlicher Restriktionen ungewiss bleibt.

Um die Produktionskapazität für den Rest des Jahres zu erhöhen, plant Agco Wartungsarbeiten bereits im Sommer durchzuführen und die Werksferien vorzuziehen.

Das einzige noch nicht produzierende Werk ist die finnische Valtra Fabrik in Suolahti. Diese stellte die Produktion am 30. April aufgrund eines Brandschadens bei einem Lieferanten ein. Eine Wiederaufnahme wird für den Juni erwartet.