Die AGCO Corporation hat eine umfassende Vereinbarung mit dem indischen Landtechnikunternehmen Tractors and Farm Equipment Limited (TAFE) bekannt gegeben. Die Einigung umfasst alle offenen Streitfragen sowie wesentliche Aspekte der Geschäftsbeziehung zwischen beiden Unternehmen, darunter Markenrechte, Beteiligungsverhältnisse und Fragen der Unternehmensführung.
Laut einer Pressemitteilung von AGCO werden sämtliche kommerzielle Vereinbarungen zwischen beiden Unternehmen unter Einhaltung definierter Auslaufregelungen beendet. Zugleich gehen die exklusiven Markenrechte an Massey Ferguson in Indien, Nepal und Bhutan auf TAFE über. Beide Unternehmen haben zudem vereinbart, alle laufenden Gerichtsverfahren einzustellen.
Auch die Regelungen zur Beteiligung und Unternehmensführung wurden neu gefasst. TAFE beteiligt sich künftig an Rückkaufprogrammen von AGCO, behält sich jedoch vor, den derzeitigen Anteil von 16,3 Prozent nicht zu erhöhen. TAFE verpflichtet sich außerdem, auf Hauptversammlungen grundsätzlich im Einklang mit den Empfehlungen des AGCO-Verwaltungsrats abzustimmen, mit bestimmten Ausnahmen. Beide Unternehmen verzichten auf öffentliche Kritik aneinander, und TAFE wird keine öffentliche Aktivismusstrategie verfolgen. Außerdem wird TAFE künftig kein Mitglied mehr in den AGCO-Vorstand entsenden, während der bisherige AGCO-Direktor im TAFE-Board sein Mandat niederlegen wird.
Ein weiterer Bestandteil der Einigung ist eine Rückkaufvereinbarung: TAFE übernimmt die verbleibenden AGCO-Anteile an TAFE für insgesamt 260 Mio. US-Dollar. Die Vereinbarungen treten in Kraft, sobald regulatorische und weitere Verfahren in Indien abgeschlossen sind.
AGCO-Vorstandschef Eric Hansotia bezeichnete die Vereinbarung als einvernehmliche Lösung für alle offenen Fragen rund um die Zusammenarbeit, Unternehmensführung und Beteiligungsverhältnisse mit TAFE.













